Was ist Crosslinking?
Crosslinking, auch Hornhautvernetzung oder CXL genannt, ist ein Verfahren zur biomechanischen Stabilisierung der Hornhaut. Dabei wird ein photosensibilisierender Wirkstoff auf das Gewebe aufgebracht und mit UVA-Licht aktiviert. Die photochemische Reaktion bildet zusätzliche Bindungen im kollagenen Gerüst der Hornhaut und kann so deren Festigkeit erhöhen.
Das Verfahren kommt vor allem bei fortschreitenden Hornhautektasien zum Einsatz, etwa bei Keratokonus, pelluzider marginaler Degeneration oder einer Ektasie nach refraktiver Hornhautchirurgie. In ausgewählten Situationen kann Crosslinking auch bei Hornhautulzera erwogen werden. Ziel und Stellenwert richten sich nach dem jeweiligen Befund und der klinischen Situation.
Je nach Technik wird das Hornhautepithel vor der Behandlung entfernt oder intakt belassen. Diese Vorgehensweisen werden als epithelium-off beziehungsweise epithelium-on bezeichnet. Auch die Dauer der UVA-Exposition kann variieren; neben dem konventionellen Vorgehen gibt es beschleunigte Protokolle.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet die genannten Hornhauterkrankungen und Befunde als mögliche Anlässe für ein Crosslinking ein. Er erläutert das Behandlungsziel der Hornhautstabilisierung durch eine verstärkte Vernetzung der Kollagenfasern und verweist auf die Besprechung möglicher Alternativen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Voruntersuchungen und die Erfassung von Vorbefunden. Weitere Themen sind Betäubung und Behandlungsrahmen, Kontaktlinsen, Nahrungsaufnahme, Medikamenteneinnahme sowie organisatorische und äußere Vorbereitungsaspekte.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf örtlicher Betäubung, möglicher Entfernung des Hornhautepithels sowie der Anwendung von Riboflavin und UVA-Licht. Als Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Eingriff behandelt er außerdem den Einsatz eines Lidspreizers sowie Verbandslinse und Augenverband. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Verfahren und Maßnahmen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Schmerzempfinden und Unbehagen, allergische Reaktionen, Arzneimittelunverträglichkeit, Hautrötung, Schwellung, Pruritus, Übelkeit, Atemnot, Krämpfe, Herz-Kreislauf-Störungen, Nierenversagen, Hirnschädigung, Hornhautverletzung, Hornhautblutung.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: leichte Entzündungsreaktion, postoperative Augenentzündung, Rötung, Schmerzen und Unbehagen, Schwellung, Wärmegefühl in der Augenregion, Sehbeeinträchtigung, Nachblutung, Fremdkörpergefühl, verschwommenes Sehen, Blendempfindlichkeit, veränderte Kontrastwahrnehmung, unzureichender Behandlungserfolg, zusätzlicher Behandlungsbedarf.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf mit Kontrolluntersuchungen und der Beobachtung der Heilung. Außerdem behandelt er mögliche medikamentöse Unterstützung sowie die Verbandslinse.
Verhalten zu Hause
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen rund um die Zeit zu Hause, darunter Entlassung und Begleitung, Alltag und körperliche Aktivität, Arbeitsfähigkeit sowie Augenschutz und Hygiene. Auch der Umgang mit anhaltenden oder starken Beschwerden und die Kontaktaufnahme mit ärztlichem Personal werden behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.