Was ist Lidchirurgie?
Lidchirurgie umfasst operative Verfahren zur Korrektur von Veränderungen an Ober- und Unterlidern. Sie kommt zum Einsatz, wenn die Stellung, Beweglichkeit oder Form eines Lids beeinträchtigt ist, ebenso bei überschüssigem Gewebe oder umschriebenen Veränderungen. Je nach Befund kann die Behandlung funktionelle Ziele verfolgen oder das äußere Erscheinungsbild verändern.
Zu den Eingriffen zählen unter anderem die Korrektur hängender Lider, die Entfernung überschüssiger Lidhaut sowie die Behandlung von Ein- oder Auswärtsstellungen. Eine ästhetisch ausgerichtete Straffung wird häufig als Blepharoplastik bezeichnet. Welche Variante infrage kommt, richtet sich nach der anatomischen Ausgangssituation und dem Behandlungsziel.
Operativ können Haut und anderes verändertes Gewebe entfernt oder neu positioniert werden. Bei Bedarf werden auch tiefer liegende Strukturen wie Lidmuskulatur oder Lidknorpel angepasst. Wenn zur Wiederherstellung der Lidstruktur Gewebe fehlt, kann ergänzend eine Hautverpflanzung erforderlich sein. Der konkrete Umfang unterscheidet sich je nach Befund und behandeltem Lid.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zur Lidchirurgie
Der Aufklärungsbogen erläutert die Funktion der Augenlider und verschiedene Ursachen für Veränderungen ihrer Struktur. Er ordnet die operative Korrektur und ihre funktionellen sowie ästhetischen Ziele ein und behandelt alternative Behandlungsverfahren.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die medizinischen Vorbefunde, die Aufklärung und Einwilligung sowie die möglichen Anästhesieverfahren. Weitere Themen sind die Entlassungs- und Überwachungsplanung, Medikamentenanamnese, Allergien und Unverträglichkeiten, Nüchternheit, Kosmetika und Kosten.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Lokalanästhesie oder Allgemeinanästhesie sowie der operativen Korrektur der Lidstruktur. Er beschreibt die Gewebeentfernung und mögliche Anpassungen an Haut, Lidmuskulatur und Lidknorpel sowie Wundverschluss, Hauttransplantation und histopathologische Untersuchung. Auch die Versorgung mit einem Schutzverband wird thematisiert. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Intraoperative Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Asymmetrie, Gewebevorwölbung, Enophthalmus, Hornhautverletzung, Augenmuskelverletzung, Bulbusverletzung, Sehverschlechterung, Sehverlust, Tränenkanalverletzung, Tränenabflussstörung, Epiphora, anhaltende Blutung, Nervenschädigung, Thrombose, Embolie, allergische Reaktion, Unverträglichkeit, Kreislaufreaktion, Atemnot, Krämpfe, Herz-Kreislauf-Störung, Nierenversagen, Hirnschädigung, Überkorrektur, Lagophthalmus, Unterkorrektur.
Postoperative Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Augenreizung, Augenrötung, Brennen, verminderte Tränenbildung, Epiphora, Ekchymose, periorbitales Ödem, Spannungsgefühl, Schmerzen, Nahtlockerung, Wunddehiszenz, Sensibilitätsstörung, Narbenverfärbung, hypertrophe Narbe, Narbenbeschwerden, Bewegungseinschränkung, Talgdrüsenobstruktion, Milien, Rezidiv, Lidfehlstellung, Abweichung der Transplantatdicke, Abweichung der Transplantatstruktur, Abweichung der Transplantatfarbe, Unterlidptosis, Ektropium, Lagophthalmus, Erblindung, Augenverlust, Wundinfektion, dauerhafte Ergebnisverschlechterung, Sepsis.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf mit Blick auf mögliche histopathologische Befunde, die Kontrolluntersuchung und eine gegebenenfalls erforderliche Fadenentfernung.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen zur Nachsorge nach der Entlassung, darunter Ruhe und Lagerung, Kühlung und Verband, körperliche Belastung und Körperpflege. Weitere Inhalte sind Narbenpflege, Arbeit und Sport, Kosmetika, Sonneneinstrahlung, Kontaktlinsen sowie Beschwerden und die ärztliche Kontaktaufnahme.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.