Was ist MIGS?
MIGS steht für minimalinvasive Glaukomchirurgie. Der Sammelbegriff umfasst operative Verfahren zur Behandlung eines Glaukoms, bei denen der Abfluss des Kammerwassers verbessert werden soll. Ziel ist es, den Augeninnendruck zu senken und so das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen. MIGS kommt insbesondere infrage, wenn eine medikamentöse Drucksenkung nicht ausreicht oder nicht vertragen wird.
Zu den Varianten zählen Eingriffe mit winzigen Implantaten, die den natürlichen Abflussweg im Kammerwinkel zugänglicher machen oder einen Abflusskanal offenhalten. Je nach Technik wird das Implantat an unterschiedlichen Strukturen des Abflusssystems platziert. Welches Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem von der individuellen Glaukomsituation ab. MIGS wird häufig mit einer Operation des Grauen Stars kombiniert, kann aber auch als eigenständiger Eingriff erfolgen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die für den Eingriff relevanten Grundlagen des Kammerwasserabflusses und des Glaukoms. Er stellt die Mikrostentimplantation mit iStent inject® und Hydrus™ sowie deren Einbindung in eine Kataraktoperation dar. Zudem behandelt er das Therapieziel, die Grenzen des Verfahrens und alternative Behandlungsmöglichkeiten.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Voruntersuchungen, die Erfassung von Vorbefunden und Medikamenten sowie relevante Allergien und Unverträglichkeiten. Er behandelt außerdem die Versorgungsform und die vorgesehenen Anästhesieverfahren.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem chirurgischen Zugang und der Implantation des Mikrostents. Er beschreibt die Platzierung des iStent inject® an der Wand des Schlemm’schen Kanals sowie das Einbringen des Hydrus™ in den Kanal. Darüber hinaus behandelt er die mögliche Kombination mit einer Kataraktoperation, den Einsatz von Mitomycin C und den Wundverschluss. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren und Maßnahmen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Intraoperative Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Gefäßverletzung, Bindehautverletzung, Hornhautverletzung, Irisverletzung, Verletzung der Zonulafasern, Trabekelwerksverletzung, Aderhautverletzung, Bulbusverletzung, Blutung an Lid oder in der Augenhöhle, intraokulare Blutung, Schmerzen oder Unbehagen, allergische Reaktion, Unverträglichkeit, Kreislaufreaktion, bleibende Organschädigung, Implantationsversagen oder Stentfehlplatzierung.
Postoperative Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: Augenrötung, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: Wundgefühl, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: Fremdkörpergefühl, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: vermehrter Tränenfluss, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: periokuläre Hautreizung oder -empfindlichkeit, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: Lichtempfindlichkeit, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: Brennen, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: trockenes Auge, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: Juckreiz, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: verklebte Lider, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: Druckgefühl, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: verschwommenes Sehen, Bindehaut- und äußere Augenoberfläche: Ptosis, Vorderer Augenabschnitt: Hornhautödem, Vorderer Augenabschnitt: Hornhauttrübung, Vorderer Augenabschnitt: Hornhautschädigung, Vorderer Augenabschnitt: Wundheilungsstörung, Vorderer Augenabschnitt: Wunddehiszenz, Vorderer Augenabschnitt: Wundsekretion, Vorderer Augenabschnitt: Augeninnendruckanstieg, Vorderer Augenabschnitt: Kammerwinkelverengung, Vorderer Augenabschnitt: gestörter Kammerwasserabfluss, Vorderer Augenabschnitt: Glaukomanfall, Vorderer Augenabschnitt: Irisatrophie, Vorderer Augenabschnitt: Veränderung der Irisfarbe, Vorderer Augenabschnitt: Pupillenveränderung, Vorderer Augenabschnitt: Augen- oder Lidentzündung, Vorderer Augenabschnitt: anhaltende intraokulare Entzündung, Vorderer Augenabschnitt: Regenbogenhautentzündung, Vorderer Augenabschnitt: postoperative Katarakt, Hinterer Augenabschnitt: intraokulare Blutung, Hinterer Augenabschnitt: Glaskörperverflüssigung, Hinterer Augenabschnitt: Glaskörpertrübungen, Hinterer Augenabschnitt: okuläre Hypotonie, Hinterer Augenabschnitt: Aderhautablösung, Hinterer Augenabschnitt: Sehverschlechterung, Stentkomplikationen: Stentbeschädigung, Stentkomplikationen: Stentverschiebung, Stentkomplikationen: Stentexposition an der Augenoberfläche, Stentkomplikationen: Stentextrusion aus dem Auge, Stentkomplikationen: stentassoziierte Infektion, Stentkomplikationen: Stentverschluss durch ein Blutgerinnsel, Stentkomplikationen: Stentfunktionsstörung, Stentkomplikationen: Stentfehlpositionierung, Stentkomplikationen: unzureichende Stentwirkung, Sickerkissenkomplikationen: avaskuläres Sickerkissen, Sickerkissenkomplikationen: Sickerkissenentzündung, Sickerkissenkomplikationen: Narbenbildung am Sickerkissen, Sickerkissenkomplikationen: Verhärtung des Sickerkissens, Sickerkissenkomplikationen: Verklebung des Sickerkissens, Sickerkissenkomplikationen: Funktionsstörung des Sickerkissens mit erneutem Augeninnendruckanstieg, Allgemeine Risiken: verzögerte Stabilisierung des Sehvermögens, Allgemeine Risiken: verminderte Sehschärfe trotz Sehhilfe, Allgemeine Risiken: starke Sehverschlechterung, Allgemeine Risiken: Erblindung, Allgemeine Risiken: unzureichender Behandlungseffekt, Allgemeine Risiken: zusätzlicher Bedarf an Augentropfen, Allgemeine Risiken: weiterer Eingriff, Allgemeine Risiken: erneuter Augeninnendruckanstieg.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Betreuung, die Nachbehandlung und die augenärztlichen Kontrollen. Weitere Themen sind der Implantatausweis und die MRT-Verträglichkeit, mögliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sowie Veränderungen der Sehstärke und eine gegebenenfalls erforderliche Brillenanpassung.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des Verhaltens nach der Entlassung, darunter Verkehrsteilnahme, Aktivitäten des täglichen Lebens, Augen- und Umgebungsschutz sowie mögliche Beschwerden mit ärztlichem Abklärungsbedarf.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.