Was ist Phake-IOL?
Bei einer phaken Intraokularlinsenimplantation wird eine künstliche Linse zusätzlich zur körpereigenen Linse ins Auge eingebracht. Die natürliche Linse bleibt dabei erhalten. Das Implantat verändert die Brechkraft des Auges und kann zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit eingesetzt werden. Je nach individueller Ausgangslage kommt das Verfahren auch bei Altersweitsichtigkeit infrage.
Je nach Bauart wird die Linse entweder im vorderen Augenabschnitt oder hinter der Regenbogenhaut vor der natürlichen Linse positioniert. Die verschiedenen Ausführungen unterscheiden sich unter anderem durch ihre Lage und optischen Eigenschaften. Torische Modelle können zusätzlich eine Hornhautverkrümmung korrigieren. Welche Linsenart und Positionierung geeignet sind, wird anhand der augenärztlichen Untersuchung und der individuellen Sehkorrektur bestimmt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet den Eingriff in den Zusammenhang zwischen Augenoptik und Fehlsichtigkeit ein. Er behandelt die phake Intraokularlinse als Korrekturoption bei Fehlsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit sowie mögliche Behandlungsalternativen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Voruntersuchung, Behandlungssetting, Vorbefunde sowie die Bedeutung von Allergien und Unverträglichkeiten und der Medikamenteneinnahme.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Linsenauswahl, Anästhesie und Implantationstechnik. Er stellt Standard- und Premium-Linsen mit ihren verschiedenen Ausführungen sowie lokale Betäubung, Sedierung und Narkose dar. Thematisiert werden außerdem der Hornhautzugang, die Positionierung in Vorder- oder Hinterkammer, mögliche Maßnahmen an der Regenbogenhaut, die Linsenfixierung und der Wundverschluss. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hornhautverletzung, Regenbogenhautverletzung, Pupillenverletzung, Linsenkapselverletzung, Netzhautverletzung, intraokuläre Drucksteigerung, unzureichende Pupillenerweiterung, Sehbeeinträchtigung infolge einer Augenverletzung, Pupillenverziehung, Pupillenentrundung, intraokuläre Blutung, Krampfanfall unter Lokalanästhesie, Bewusstseinsverlust unter Lokalanästhesie, Nichtdurchführbarkeit des geplanten Verfahrens, Änderung der Linsenpositionierung, erneute Operation, Hornhautverziehung, veränderte Hornhautkrümmung, Hornhauttrübung, Sehverschlechterung.
Risiken nach der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Augenbewegungsstörung, Doppelbilder, Kaubeschwerden, verzögerte Anpassung der Sehkraft, Lichtempfindlichkeit, veränderte Kontrastwahrnehmung, Augenverletzung, Narbenbildung, örtliche Entzündung, Augenreizung mit Rötung, Brennen und veränderter Tränenproduktion, Verflüssigung des Glaskörpers, Glaskörpertrübungen, Augendruckerhöhung, Makulaödem, Netzhautablösung, Nachstar, dauerhafte Pupillenerweiterung, Pupillenfixierung, intraokuläre Blutung, Hornhautschädigung, Hornhauttrübung, Hornhautablösung, unzureichende Sehverbesserung, Blendungserscheinungen, Lichthöfe, Lichtstrahlen um Lichtquellen, Ptosis, Verlagerung einer Vorderkammerlinse, Eintrübung der Kunstlinse, Beweglichkeit der Kunstlinse, Doppelkonturen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Betreuung nach dem Eingriff, die medikamentöse Nachbehandlung sowie den Übergang zurück in das häusliche Umfeld.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Zeit nach der Entlassung, darunter Kontrolluntersuchungen, die medikamentöse Nachbehandlung, mögliche Beschwerden und die ärztliche Kontaktaufnahme. Außerdem behandelt er die Rückkehr zu Alltagsaktivitäten, Körperpflege, körperlicher Belastung und Arbeit sowie den Schutz der Augen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.