Was ist Sonstige Augenoperationen?
„Sonstige Augenoperationen“ bezeichnet unterschiedliche operative Eingriffe in der Ophthalmologie, die sich nicht einer einzelnen, näher benannten Operationsart zuordnen lassen. Es handelt sich daher nicht um ein einheitliches Verfahren mit festgelegtem Ablauf. Anlass und Ziel der Behandlung richten sich nach dem jeweiligen Befund und der betroffenen anatomischen Struktur.
Je nach Fragestellung kann ein Eingriff am Augapfel oder an den umgebenden Strukturen erfolgen. Unterschiede bestehen unter anderem darin, welcher Bereich behandelt wird, welcher operative Zugang gewählt wird und wie umfangreich die Maßnahme ist. Auch die Betäubung wird auf den konkreten Eingriff und die individuellen medizinischen Voraussetzungen abgestimmt.
Die genaue Operationsplanung erfolgt anhand der Diagnose und der Untersuchungsergebnisse. Welche Vorgehensweise im Einzelfall geeignet ist, erläutern Ärztinnen und Ärzte im persönlichen Aufklärungsgespräch.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Anatomie des Auges und die Grundlagen des Sehens. Er ordnet die Behandlungsindikation ein und behandelt Prognose, mögliche Folgen einer ausbleibenden oder verzögerten Behandlung sowie Behandlungsalternativen und den Behandlungserfolg.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Betäubungsverfahren und die Erhebung der Medikamentenanamnese. Weitere Themen sind Ausweise, Nüchternheit, die Untersuchung des Auges sowie der Umgang mit Fremdmaterialien, Kosmetika, Rauchen und Alkoholkonsum.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den allgemeinen Maßnahmen bei Augenoperationen. Er behandelt die hygienische Vorbereitung, die mögliche Versorgung kleiner Schnitte sowie die anschließende lokale Behandlung und Abdeckung des Auges. So erhalten Patientinnen und Patienten vor dem Aufklärungsgespräch einen Überblick über die beschriebenen Schritte. Der Bogen bereitet das Gespräch vor und dokumentiert es, ersetzt es aber nicht.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Entzündung, Venenentzündung, Eiteransammlung, Gewebsnekrose, Narbenbildung, Sepsis, Organentzündung, Endokarditis, Juckreiz, Hautausschlag, Allergische Reaktion, Unverträglichkeitsreaktion, Lebensbedrohliche Kreislaufreaktion, Bleibender Organschaden, Hornhautreizung, Hornhautverletzung, Ablösung der oberflächlichen Hornhautschicht, Bindehautblutung, Trockenes Auge, Brennen, Fremdkörpergefühl, Bradykardie, Herzrhythmusstörung, Herzstillstand, Krampfanfall, Blutgerinnselbildung, Gefäßverschluss, Haut- und Gewebeschäden durch Lagerung, Druck- und Zerrungsverletzung, Nervenschaden, Lähmung, Periokuläre Gewebeschwellung, Veränderte äußere Kontur und erschwerte Erkennbarkeit anatomischer Strukturen, Doppelbilder, Augeninnendruckanstieg, Beeinträchtigte Durchblutung des Auges, Sehverschlechterung, Einblutung ins Augeninnere, Durchblutungsstörung des Sehnervs, Sehnervkompression, Sehnervnekrose, Netzhautverletzung, Augapfelverletzung, Sehnervschädigung, Netzhautloch, Netzhautablösung, Dauerhafte Sehbeeinträchtigung, Erblindung, Verlust des Auges, Augenbewegungsstörung, Sehstörung im unbehandelten Auge, Gesichtsnervenverletzung, Gesichtslähmung, Störung der Augenlidbeweglichkeit, Herabhängender Mundwinkel, Geschmacksstörung, Kaubeschwerden, Sensibilitätsstörung an Lippen und Zunge.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die medizinische Überwachung und die Einschätzung vor der Entlassung sowie das Entlassungsgespräch. Weitere Themen sind mögliche Beeinträchtigungen nach dem Eingriff, die weitere Versorgung des Auges, Aktivitäten im Alltag, Kontrolluntersuchungen, eine mögliche Krankschreibung und Beschwerden, die ärztlich abgeklärt werden sollen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.