Was ist Achillessehnenriss?
Ein Achillessehnenriss, auch Achillessehnenruptur genannt, ist eine teilweise oder vollständige Unterbrechung der Sehnenverbindung zwischen Wadenmuskulatur und Fersenbein. Die Verletzung kann plötzlich auftreten oder sich auf dem Boden einer länger bestehenden Sehnenschädigung entwickeln. Auch ein erneuter Riss nach einer früheren Behandlung ist möglich. Betroffen sind häufig Menschen nach einer abrupten, hohen Belastung; Vorschädigungen können ebenfalls eine Rolle spielen.
Die Therapie richtet sich unter anderem nach Ausmaß und Lage des Risses, dem Abstand der Sehnenenden sowie dem zeitlichen Verlauf. Bei geeigneten Befunden kommt eine nichtoperative Behandlung mit funktioneller Ruhigstellung und anschließender Rehabilitation infrage. Eine operative Versorgung kann durch offene oder minimalinvasive Verfahren erfolgen, bei denen die Sehnenenden wieder verbunden werden. Bei länger bestehenden oder ausgeprägten Defekten können rekonstruktive Verfahren erforderlich sein, etwa eine Verstärkung oder der Einsatz einer benachbarten Sehne. Ziel der Behandlung ist, die Sehnenfunktion wiederherzustellen und eine stabile Heilung zu ermöglichen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet den Achillessehnenriss anatomisch und funktionell ein und behandelt seine unterschiedlichen Formen, Ursachen und Beschwerden. Er erläutert Indikationen und Gegenanzeigen, die Ziele und den möglichen Zeitpunkt einer Operation sowie konservative Behandlungsalternativen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das Aufklärungs- und Einwilligungsverfahren, die Anästhesie, die Medikamenteneinnahme sowie den Umgang mit Allergien und Unverträglichkeiten. Weitere Themen sind die stationäre oder ambulante Behandlung, entfernbare Gegenstände, Kosmetika, Rauchen, Alkoholkonsum und Nüchternheit.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den möglichen Zugangswegen und Sehnenrekonstruktionen. Er beschreibt offene, minimalinvasive und perkutane Verfahren sowie direkte Sehnennaht, Sehnenverlängerung, Nahtverstärkung, Sehnentransfer und den Einsatz von Spendergewebe. Weitere Themen sind Überwachung, Lagerung, Blutsperre und Wundversorgung. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Wechsel zu einem offenen Verfahren, Allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, Wundblutung, Stärkere Blutung und möglicher Transfusionsbedarf, Transfusionsbedingte Infektionen, Schmerzen, Hämatome, Verletzung von Hautnerven, Verletzung umliegender Strukturen, Überschießende Narbenbildung, Druck- und Hautschäden.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Thrombose, Lungenembolie, Abwehr- und Abstoßungsreaktion auf Spendergewebe, Wundinfektion, Veränderung der Sehnenlänge, Erneuter Achillessehnenriss, Einschränkung der Sprunggelenkbeweglichkeit, Gangbildstörung, Kraftverlust der Wade, Komplexes regionales Schmerzsyndrom, Verklebung oder Verwachsung der Sehne, Anhaltende Beschwerden.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung, die Ruhigstellung und den Belastungsaufbau sowie die Wundversorgung. Er behandelt außerdem Entlassung, Entlassungsgespräch, Arztbrief und weitere Verhaltenshinweise.
Verhalten nach Entlassung / Nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen für die Zeit nach der Entlassung, darunter Arbeitsfähigkeit, Beschwerden mit ärztlichem Abklärungsbedarf und Anschlussheilbehandlung. Weitere Inhalte sind Orthesenversorgung, Physiotherapie, Mobilitäts- und Belastungsaufbau, die Rückkehr zu Sport und Autofahren sowie Kontrolluntersuchungen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.