Was ist Entfernung-Osteosynthesematerial?
Bei der Osteosynthesematerialentfernung, auch Metallentfernung genannt, werden Implantate aus dem Knochen- oder Weichteilbereich operativ herausgenommen. Sie wurden zuvor eingesetzt, um einen Bruch zu stabilisieren oder eine knöcherne Korrektur zu sichern. In der Orthopädie kommt der Eingriff unter anderem nach abgeschlossener Knochenheilung infrage. Ob eine Entfernung angezeigt ist, richtet sich nach dem individuellen Befund und der klinischen Situation.
Zum Osteosynthesematerial zählen beispielsweise Platten und Schrauben, Drähte sowie Nägel im Markraum. Auch außerhalb des Körpers befestigte Systeme zur Stabilisierung können entfernt werden. Welche Art von Material vorliegt und an welcher Körperregion es eingesetzt wurde, beeinflusst die operative Planung.
Der Zugang erfolgt üblicherweise im Bereich des früheren Operationsgebiets. Das Implantat wird freigelegt und mit geeigneten Instrumenten entfernt. Je nach Material und anatomischer Lage unterscheiden sich Umfang und Vorgehen. Der Eingriff kann allein der Materialentfernung dienen oder mit weiteren Maßnahmen verbunden sein, sofern diese separat geplant und besprochen werden.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen der Entfernung von Osteosynthesematerial
Der Aufklärungsbogen erläutert, welche Arten von Osteosynthesematerial entfernt werden können und welche Gründe für eine Entfernung infrage kommen. Er beschreibt das Behandlungsziel, den Zusammenhang des Eingriffszeitpunkts mit der Knochenheilung sowie die Risiken eines Verbleibs des Materials. Auch mögliche zusätzliche Korrekturmaßnahmen werden thematisiert.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die separate Narkoseaufklärung, die Erfassung der Medikation sowie den Umgang mit Vorbefunden. Weitere Themen sind der ambulante oder stationäre Behandlungsrahmen und bildgebende Verfahren.
Ablauf der Entfernung von Osteosynthesematerial
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den Anästhesieverfahren, der Lagerung und der möglichen Blutsperre. Er beschreibt die bildgebende Kontrolle und den Strahlenschutz sowie den operativen Zugang, die Freilegung und Entfernung des Materials und den anschließenden Wundverschluss. Auch Drainage und Funktionskontrolle werden berücksichtigt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Infektionen, Kreislaufschock, Blutverlust, Gefäßverletzung, Herzinfarkt, Knochenbruch, Abbrechen des Osteosynthesematerials, Rippenfellverletzung, Pneumothorax, Nervenverletzung, Lähmungen, Druck- und Hautschäden, Sensibilitätsstörungen, Schmerzen, Allergische und Unverträglichkeitsreaktionen, Strahlenschäden, Spritzenabszess, Haut- und Weichteilschäden, Nerven- und Venenreizungen, Gewebsnekrose, Nachblutungen, Hämatome, Kompartmentsyndrom.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Thrombose, Thromboembolie, Lungenembolie, Herz-Kreislauf-Komplikationen, Postoperative Schmerzen, Wunddehiszenz, Schwellungen, Durchblutungsstörungen, Sensibilitätsstörungen, Muskel- und Knochenabbau, Gelenkversteifung, Wundheilungsstörungen, Tiefe Knocheninfektion, Knocheneiterung, Verlust der Gliedmaße.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach der Operation und den Übergang in die Entlassung oder stationäre Weiterbehandlung. Er behandelt außerdem Verbandswechsel, Schmerztherapie, Thromboseprophylaxe, ärztliche Kontrollen und die weitere Nachbehandlung einschließlich Physiotherapie.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen rund um die Zeit nach der Entlassung, darunter Wundkontrollen, Arbeitsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit. Er behandelt außerdem Schonung und Belastung, Wundversorgung, Physiotherapie, die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten sowie Warnzeichen und Beschwerden.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.