Was ist Epicondylitis-OP?
Die Epicondylitis-OP, auch Tennisarm-Operation genannt, ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung anhaltender Beschwerden an der Außenseite des Ellenbogens. Ursache ist meist eine länger bestehende Überlastung des Sehnenansatzes der Unterarmmuskulatur. Eine Operation kommt typischerweise infrage, wenn nichtoperative Behandlungsansätze keine ausreichende Besserung erzielen.
Je nach Befund und gewähltem Vorgehen kann der Eingriff offen, arthroskopisch oder perkutan erfolgen. Die operativen Konzepte setzen am betroffenen Sehnen-Muskel-Übergang an und zielen darauf, den erkrankten Bereich zu behandeln und die mechanische Beanspruchung des Sehnenansatzes zu verringern. Bei einzelnen Verfahren wird zusätzlich die Wiederanbindung der Sehne berücksichtigt. Welche Technik gewählt wird, richtet sich unter anderem nach den lokalen Gewebeveränderungen und der klinischen Situation. Die Epicondylitis-OP ist damit kein einheitlicher Eingriff, sondern umfasst verschiedene Vorgehensweisen zur Behandlung des Tennisellenbogens.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Behandlungsoptionen
Der Aufklärungsbogen erläutert den Aufbau und die Funktion des Ellenbogengelenks sowie die krankhaften Veränderungen am Sehnenansatz bei einer Epicondylitis lateralis. Er ordnet typische Beschwerden ein, beschreibt das Ziel der operativen Behandlung und stellt konservative Therapieoptionen als Alternativen vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die ärztliche und anästhesiologische Aufklärung, die Einwilligung sowie organisatorische Aspekte einer ambulanten oder stationären Versorgung. Weitere Themen sind die Medikamenteneinnahme, Rauchen, entfernbare Gegenstände und Kosmetika sowie Nüchternheit.
Operationsverfahren und Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den verschiedenen Zugangswegen und Operationsverfahren. Er beschreibt arthroskopische, offene und perkutane Vorgehensweisen sowie Débridement, Release, Hohmann-Operation, Wilhelm-Variante, Nirschl-Technik und mögliche Kombinationen. Auch Narkose, Lagerung, Blutleere, Gelenkspülung, Drainage und Wundverschluss werden thematisiert. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Umstellung auf ein offenes Verfahren, Knorpelschädigung, Verletzung anderer Gelenkstrukturen, Arthroseentwicklung, Seitenbandverletzung oder -lockerung, Ellenbogeninstabilität, Blutverlust, Transfusionsbedarf, Verletzung großer Blutgefäße, Verlust des Arms, Weichteilschädigung, Druck- und Hautschäden, Nervenverletzung, Nervenfunktionsstörungen, Austritt von Spülflüssigkeit in benachbartes Weichteilgewebe, Allergische oder Unverträglichkeitsreaktion, Bruch von Material oder Instrumenten, Verbleib von Bruchstücken im Körper.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Postoperative Schmerzen, Gelenkerguss, Knochenbruch, Weichteilödem, Weichteileinblutung oder -schwellung, Durchblutungsstörung, Funktionseinschränkung, Knochenmarksödem, Infektion, Blutvergiftung, Verlust des Arms, Komplexes regionales Schmerzsyndrom, Gelenkversteifung, Überschießende Narbenbildung, Heterotope Ossifikation, Chronische Ellenbogeninstabilität, Wundheilungsstörung, Knorpelverlust, Gelenkverschleiß, Lockerung von Implantaten, Lockerung oder Riss von Nahtmaterial, Verletzung oder Kompression des Unterarmnervs, Neurapraxie, Thrombose, Embolie, Anhaltende Beschwerden, Sehnenreruptur.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff, mögliche stationäre Weiterbehandlung und Entlassung sowie ärztliche Verlaufskontrollen. Er behandelt außerdem die Rückkehr zu Alltagsaktivitäten, die Verkehrsteilnahme und die Betreuung nach der Entlassung.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Nachsorge und des weiteren Behandlungsverlaufs, darunter Nachkontrollen, Wundversorgung, Physiotherapie und der mögliche Einsatz einer Orthese. Außerdem werden die Rückkehr zu Arbeit, Autofahren und Sport, die Wiederaufnahme der Armfunktion sowie der Nachbehandlungsplan behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.