Was ist Fettzelltherapie?
Die Fettzelltherapie, auch Fettstammzelltherapie genannt, ist ein orthopädisches Verfahren, bei dem körpereigenes Fettgewebe als Ausgangsmaterial verwendet wird. Ziel ist die Behandlung von Beschwerden bei Arthrose. Dabei werden Bestandteile des Fettgewebes gewonnen und für die Anwendung im betroffenen Gelenk vorbereitet. Die Methode soll dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und die Gelenkfunktion zu unterstützen; sie stellt keine Heilung der Arthrose dar.
Die Anwendung kommt unter anderem für Knie-, Hüft-, Schulter- und Sprunggelenk infrage. Das Fettgewebe wird meist aus dem Bauch- oder Oberschenkelbereich entnommen. Nach der Aufbereitung wird das gewonnene Zellmaterial in das behandelte Gelenk eingebracht. Welche Körperregion als Entnahmestelle dient und welches Gelenk behandelt wird, richtet sich nach dem jeweiligen Behandlungskonzept. Die Fettzelltherapie ist damit eine Form der autologen Zelltherapie und kann als eine von mehreren Behandlungsoptionen bei arthrosebedingten Beschwerden eingeordnet werden.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert den Aufbau und die Funktion von Gelenken sowie Entstehung und typische Beschwerden bei Arthrose. Er stellt die Fettstammzelltherapie, ihre Behandlungsziele und alternative Behandlungsoptionen vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die Kostenübernahme sowie die Erfassung von Medikamenten, Allergien, Unverträglichkeiten und Gesundheitsinformationen. Auch die örtliche Betäubung wird thematisiert.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Entnahme und Aufbereitung von Fettgewebe sowie der Injektion in das betroffene Gelenk. Er beschreibt die örtliche Betäubung, die Aufbereitung durch Filtration und Zentrifugation und die Behandlung von Knie-, Hüft-, Schulter- oder Sprunggelenk. Für die Hüftinjektion wird auch die Ultraschallkontrolle erläutert. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken der Behandlung
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Gelenkdruckgefühl, Schwellung an der Entnahmestelle, Rötung an der Entnahmestelle, Schmerzen an der Entnahmestelle, Gelenkschwellung, Gelenksteifigkeit, Gelenkreizung, Weichteilverletzung, Hämatom, Nachblutung, Gelenkerguss, Infektion an der Entnahme- oder Einstichstelle, Knochen- oder Gelenkinfektion, Gliedmaßenverlust, Sepsis, Wundheilungsstörung, Anhaltende Beschwerden, Verschlechterung der Beschwerden, Wiederauftreten der Beschwerden, Allergische Reaktion oder Unverträglichkeit.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Beobachtung nach dem Eingriff sowie Themen des weiteren Verlaufs, darunter Schmerzlinderung, mögliche ärztliche Abklärung, Physiotherapie und Belastungsaufbau. Er behandelt außerdem Sport, Fahrtüchtigkeit, Arbeitsunfähigkeit, Nachsorge und Kontrolltermine.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.