Was ist Hallux-valgus?
Hallux valgus bezeichnet eine Fehlstellung des Großzehs, bei der dieser in Richtung der übrigen Zehen abweicht. Häufig tritt zugleich eine Vorwölbung am inneren Rand des Vorfußes auf. Die Ausprägung kann unterschiedlich sein; neben der sichtbaren Veränderung können Beschwerden beim Gehen oder im Schuhwerk auftreten.
Eine Hallux-valgus-Korrektur, auch Ballenzeh-Operation genannt, kommt insbesondere dann infrage, wenn die Fehlstellung Beschwerden verursacht und nicht operative Maßnahmen keine ausreichende Entlastung bringen. Ziel ist es, die Achse des Zehs und die Belastungsverhältnisse im Vorfuß zu verbessern und dabei die Beweglichkeit des Großzehengelenks möglichst zu erhalten.
Je nach Befund und Ausmaß der Fehlstellung können unterschiedliche Operationsverfahren gewählt werden. Dazu zählen knöcherne Korrekturen am Mittelfuß- oder Zehenknochen, gegebenenfalls ergänzt durch Maßnahmen an den umgebenden Weichteilen. Der Eingriff kann über größere Hautschnitte oder minimal-invasiv erfolgen. Die konkrete Verfahrenswahl richtet sich nach der individuellen Anatomie und dem Behandlungsziel.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Behandlungsalternativen
Der Aufklärungsbogen erläutert die anatomischen und funktionellen Grundlagen, das Krankheitsbild Hallux valgus sowie mögliche Beschwerden und Ursachen. Er stellt die Ziele des operativen Eingriffs und konservative Behandlungsalternativen dar.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die gesonderte Narkoseaufklärung sowie die Erhebung relevanter Angaben zu Medikamenten, Allergien und Unverträglichkeiten. Auch die mögliche ambulante oder stationäre Behandlung und die Antibiotikaprophylaxe werden thematisiert.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den Narkoseoptionen sowie den offenen und minimalinvasiven Zugängen. Er beschreibt die Korrektur der Knochenstellung durch Osteotomie und Fixierung, mögliche ergänzende Maßnahmen an Sehnen und Gelenkkapsel sowie den Einsatz unterschiedlicher Knochenersatzmaterialien. Weitere Themen sind Bildgebung und Strahlenschutz, die Kontrolle des Operationsergebnisses und der Wundverschluss. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutverlust, Gefäßverletzung, Knochenbruch des Keilbeinknochens, Haut- und Weichteilverbrennung, Sehnenverletzung, Fehlplatzierung von Fixierungsschrauben, Vorübergehende Nervenstörung, Implantatlockerung, Knochennekrose, Überkorrektur, Rezidiv, Druck- und Hautschäden, Gefühlsstörung, Taubheitsgefühl, Lähmung, Schmerzen, Allergische Reaktion, Unverträglichkeitsreaktion, Materialbruch, Wechsel zum offenen Verfahren.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Anhaltende Schmerzen, Erforderliche Implantatentfernung, Pseudoarthrose, Wundheilungsstörung, Verzögerte Knochenheilung, Schwellung, Infektion, Knocheneiterung, Gelenkversteifung, Zehenverlust, Thrombose, Lungenembolie, Verstärkte Narbenbildung, Weichteileinblutung, Durchblutungsstörung, Funktionseinschränkung, Vorderfußverlust, Rezidiv, Komplexes regionales Schmerzsyndrom, Muskelatrophie, Knochenatrophie, Sehnenriss, Muskelriss, Gelenkerguss, Nachblutung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff und die Möglichkeiten der Entlassung oder stationären Weiterbehandlung. Er behandelt außerdem Verbandswechsel und Drainagen, Bewegungsübungen, Physiotherapie, ärztliche Kontrollen sowie Aspekte der weiteren Nachbehandlung und Mobilität.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Nachsorge nach der Entlassung, darunter Warnzeichen, Thromboseprophylaxe, Fahrtüchtigkeit und Nachbehandlungsplanung. Weitere Inhalte sind Arbeitsunfähigkeit, Wundkontrollen, Fadenentfernung, Sport und Belastungsaufbau, Lymphdrainage, Schuhversorgung sowie Röntgenkontrollen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.