Was ist Hüft-TEP-Wechsel?
Beim Hüft-TEP-Wechsel wird ein bereits implantierter künstlicher Hüftgelenkersatz operativ überarbeitet. Der Eingriff kommt infrage, wenn eine Prothese oder einzelne Bestandteile ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen, etwa bei Lockerung, Verschleiß, Instabilität, einer Infektion oder einem Bruch im Umfeld des Implantats.
Der Umfang der Revision richtet sich nach dem Befund: Es können einzelne austauschbare Teile ersetzt werden, ebenso eine Gelenkpfanne oder ein Prothesenschaft. Wenn erforderlich, wird die gesamte Endoprothese erneuert. Bei ausgeprägten Veränderungen des Knochens kann der Wiederaufbau mit ergänzenden Implantatkomponenten Teil des Eingriffs sein.
Für die Verankerung der neuen Prothesenteile kommen zementfreie, zementierte oder kombinierte Verfahren infrage. Welche Variante gewählt wird, hängt unter anderem von der Knochenbeschaffenheit und der vorhandenen Implantatsituation ab.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zum Hüft-TEP-Wechsel
Der Aufklärungsbogen erläutert mögliche Gründe für den Wechsel einer Hüftendoprothese und ordnet den Eingriff in den Zusammenhang mit einer vorbestehenden Prothese ein. Er behandelt die Behandlungsziele, mögliche Alternativen sowie die optionale Übermittlung von Daten an das Endoprothesenregister Deutschland.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die separate Narkoseaufklärung sowie den stationären Aufenthalt. Weitere Themen sind Infektionsanamnese, Medikamente, Vorbefunde, Allergien und Unverträglichkeiten, die Vorbereitung des Operationsgebiets sowie Nüchternheit und Alkohol- und Nikotinkonsum.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den möglichen Narkoseformen, dem operativen Zugang und dem teilweisen oder vollständigen Austausch der Prothesenkomponenten. Er beschreibt verschiedene Möglichkeiten der Knochenstabilisierung und -rekonstruktion, Antibiotikaträger, zementfreie, zementierte und hybride Verankerung sowie unterschiedliche Gleitpaarungen und metallische Augmentationen. Auch intraoperative Röntgenkontrollen, eine mögliche Wunddrainage und die abschließende Funktionsprüfung werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Becken- und Oberschenkelknochenfrakturen, Atemstörungen und Lungenfunktionsstörungen, Nervenverletzungen, Verletzungen benachbarter Gewebe, Lagerungsschäden, Prothesenfehllage, Protheseninstabilität, vorzeitige Prothesenlockerung, Blutverlust und Transfusionsbedarf, allergische Reaktionen, Achsenfehlstellung, Beinlängendifferenz, Hüftgelenksluxation, Zementreaktion, narbige Verwachsungen, Gefäßverletzungen und Blutungen, Verletzungen von Beckenorganen, Haut- und Weichteilschäden, Bruch von Operationsmaterialien.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Schmerzen an der Knochenentnahmestelle, Hämatom, Wundheilungsstörung, Thrombose, Lungenembolie, Unzufriedenheit mit dem Operationsergebnis, periartikuläre Ossifikation und Verkalkung, muskuläre Schwäche, Kompartmentsyndrom, verzögerte oder unvollständige Einheilung von Fremdknochen, Fremdkörper- und Entzündungsreaktion auf Fremdknochen, Infektionsübertragung durch Fremdknochen, Fraktur im Knochenaufbaubereich, Lockerung im Knochenaufbaubereich, verzögerte oder unvollständige Einheilung von künstlichem Knochenersatzmaterial, Entzündungs- oder Abstoßungsreaktion auf Knochenersatzmaterial, Fraktur von Knochenersatzmaterial, unzureichende Verbindung von Knochenersatzmaterial mit dem Knochen, unerwünschte Reaktionen auf medikamentöse Wachstumsstimulation, Gefäßverschluss durch Fett-, Knochenmark- oder Zementpartikel, Infektionsrezidiv, Weichteilinfektion, Knochen- oder Gelenkinfektion, Sepsis, Beinverlust, periprothetische Fraktur bei verminderter Knochenstabilität, anhaltende oder zunehmende Hüftschmerzen, Arthrose angrenzender Gelenke, erneute Operation, eingeschränkte Hüftbeweglichkeit, Gelenkversteifung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf nach der Operation mit Themen wie Überwachung im Aufwachraum und stationärer Betreuung. Er behandelt außerdem Schmerztherapie, Mobilisierung und Physiotherapie, bildgebende Kontrollen sowie ärztliche Untersuchungen zur Verlaufskontrolle.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen rund um die Entlassung und die weitere Versorgung, darunter Arbeitsunfähigkeit, Anschlussheilbehandlung und die Wiederaufnahme des Autofahrens. Auch Wundkontrollen, die Rückkehr zu körperlichen Aktivitäten, der Nachbehandlungsplan mit Kontrolluntersuchungen und der Arztbrief werden behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.