Was ist Hüft-TEP?
Eine Hüft-TEP (Hüfttotalendoprothese) ist ein künstlicher Ersatz des Hüftgelenks. Dabei werden die Gelenkflächen auf der Beckenseite und am oberen Ende des Oberschenkelknochens durch Prothesenkomponenten ersetzt. Ziel des Eingriffs ist es, die Funktion des Gelenks zu verbessern und Beschwerden zu verringern. Der Gelenkersatz kommt insbesondere bei schmerzhaftem Verschleiß des Hüftgelenks zum Einsatz, wenn dadurch auch die Beweglichkeit beeinträchtigt ist.
Die Prothese besteht grundsätzlich aus einer Pfannenkomponente im Becken und einem Schaft mit Gelenkkopf im Oberschenkelknochen. Für den Zugang zum Hüftgelenk kommen unterschiedliche operative Techniken infrage, darunter minimal-invasive Verfahren. Auch die Verankerung der Komponenten kann variieren: Sie erfolgt je nach Situation ohne Knochenzement oder unter Verwendung von Knochenzement. Welche Ausführung geeignet ist, wird individuell ärztlich beurteilt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zum Hüftgelenkersatz
Der Aufklärungsbogen erläutert die anatomischen Grundlagen und den Zusammenhang zwischen Hüftarthrose und einem möglichen Gelenkersatz. Er behandelt die Behandlungsalternativen sowie die Datenübermittlung an das Endoprothesenregister.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die separate Anästhesieaufklärung, den stationären Aufenthalt sowie Medikamentenmanagement und Nikotin- und Tabakkonsum.
Ablauf des Hüftgelenkersatzes
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den möglichen Narkoseverfahren, den operativen Zugangswegen und der Implantation der Prothesenkomponenten. Er stellt die minimalinvasive Technik sowie die zementfreie und zementierte Verankerung dar und behandelt die verwendeten Materialpaarungen. Auch Röntgenkontrolle, Funktionsprüfung und Wundverschluss sind Teil der Darstellung. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Knochenfraktur, Blutverlust, Gefäßverletzung, Transfusionsbedarf, Nervenverletzung, Verletzung benachbarter Gewebe, Dauerhafte Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Hüftinstabilität, Allergische Reaktion auf Medikamente, Kreislaufstörung durch Knochenzement, Organschaden durch Knochenzement, Herzversagen durch Knochenzement.
Risiken nach der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Beinlängendifferenz, Wundheilungsstörung, Hüftluxation, Hämatom, Schmerzen, Thrombose, Lungenembolie, Infektion der Hüftprothese, Materialverschleiß, Prothesenlockerung, Allergische Reaktion auf Implantatmaterialien.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und die Verlegung auf die Station. Weitere Themen sind Schmerzbehandlung, Belastung und Mobilisation, physiotherapeutische Unterstützung, Röntgenkontrollen und ärztliche Untersuchungen.
Verhalten nach der Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen rund um die Entlassung und die anschließende Versorgung. Dazu gehören Arbeitsunfähigkeit, Anschlussheilbehandlung, Fahrtüchtigkeit, Wundkontrollen und Nahtmaterial sowie die Wiederaufnahme körperlicher Aktivitäten. Auch Nachbehandlungsplan, Kontrolluntersuchungen, Physiotherapie und medikamentöse Nachbehandlung werden behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.