Was ist Hüftarthroskopie-diagnostisch?
Bei einer diagnostischen Hüftarthroskopie wird das Innere des Hüftgelenks mithilfe einer Kamera untersucht, die über kleine operative Zugänge eingebracht wird. Das Verfahren ermöglicht eine direkte Beurteilung der Gelenkstrukturen und kann eingesetzt werden, wenn die Ursache von Beschwerden durch andere Untersuchungen nicht ausreichend geklärt werden konnte.
Mögliche Untersuchungsanlässe sind unter anderem ein Hüftimpingement, Veränderungen der Gelenklippe oder des Knorpels, freie Gelenkkörper sowie Auffälligkeiten der Gelenkinnenhaut. Bei entsprechender Fragestellung kann während der Arthroskopie auch eine Gewebeprobe zur weiteren Abklärung entnommen werden.
Die Hüftarthroskopie kann rein diagnostisch erfolgen oder mit einer Behandlung kombiniert werden. Zeigen sich geeignete Befunde, können ausgewählte Maßnahmen im selben Eingriff vorgenommen werden. Welche Vorgehensweise infrage kommt, richtet sich nach der individuellen Fragestellung und wird im ärztlichen Gespräch festgelegt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet die Beschwerden und möglichen Befunde am Hüftgelenk ein. Er behandelt mechanische Engstellen, Veränderungen an Gelenklippe und Knorpel, freie Gelenkkörper sowie entzündliche Befunde und Probleme an Sehnen und Schleimbeuteln. Auch die diagnostische Probenentnahme und konservative Behandlungsalternativen werden thematisiert.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die organisatorischen Aspekte eines ambulanten oder stationären Aufenthalts, die Medikamenteneinnahme und die Vorbereitung des Operationsbereichs. Weitere Themen sind die präoperative Mobilität, die häusliche Umgebung und geeignete Hilfsmittel.
Ablauf der diagnostischen Hüftarthroskopie
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, arthroskopischem Zugang und diagnostischer Beurteilung des Hüftgelenks. Er beschreibt die Möglichkeiten zur Erweiterung des Gelenkspalts durch Gas oder Zug sowie die im Rahmen der Untersuchung möglichen Behandlungsmaßnahmen an Knochen, Gelenklippe, Knorpel, Gelenkinnenhaut, Sehnen und Schleimbeuteln. Auch Probenentnahme, Drainage, Gelenkspülung und Wundverschluss sind umfasst. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verletzung des Gelenkknorpels, Verletzung anderer Gelenkstrukturen, Entstehung oder Fortschreiten einer Arthrose, größerer Blutverlust und Transfusionsbedarf, Druck- und Hautschäden, Sensibilitätsstörungen, Schmerzen und Lähmungen, Druckschäden im Genitalbereich, Verletzungen der äußeren Geschlechtsorgane, Verletzung größerer Blutgefäße und operative Blutstillung, Verlust der Extremität, Nervenverletzung mit möglicher bleibender Sensibilitätsstörung oder Schwäche, Weichteilverletzungen und Gewebeschäden, Gewebsnekrose, allergische und Unverträglichkeitsreaktionen, Materialbruch mit erforderlicher Entfernung der Bruchstücke.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Sensibilitätsstörungen im Genitalbereich, Thrombose, Gefäßverschluss durch verschlepptes Blutgerinnsel, Lungenembolie, Hüftschmerzen, Nachblutung und Gelenkerguss, heterotope Ossifikation, Bewegungseinschränkung durch Verknöcherung, Kapselverengung durch Narbenbildung, lokale Durchblutungsstörung des Hüftkopfs, Osteonekrose, Schenkelhalsfraktur, Infektion, Knochen- oder Gelenkinfektion, Sepsis, Verlust der Extremität infolge einer Infektion, Weichteilödem durch Nachblutung oder Spülflüssigkeitsaustritt, Durchblutungsstörung und Funktionseinschränkung benachbarter Weichteile, komplexes regionales Schmerzsyndrom, Muskel- und Knochenabbau, Gelenkversteifung, schmerzhafte Weichteilschwellung, überschießende Gewebereparatur und Narbenbildung, verbleibende oder übersehene freie Gelenkkörper, Verletzung angrenzender Knorpel- oder Weichteilstrukturen bei schwer zugänglichen Gelenkkörpern, Bluterguss und Schwellung nach Synovialektomie, vermehrte Gelenkflüssigkeit nach Synovialektomie, Verklebungen oder Verwachsungen im Gelenk, Wiederauftreten einer Synovialitis, vorübergehende Muskelschwäche nach Behandlung von Sehnen- und Schleimbeutelproblemen, verbleibendes entzündetes Gewebe mit fortbestehenden Beschwerden, Reizung oder Verletzung benachbarter Strukturen bei Sehneneingriffen, Über- oder Unterkorrektur knöcherner Engstellen, Gelenkinstabilität, fortbestehendes Hüftimpingement, Hüftbeugeschwäche.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Betreuung und den Einstieg in die Mobilisierung. Er behandelt die Überwachung im Aufwachraum, eine mögliche stationäre Weiterbetreuung sowie Bewegungsschiene, Physiotherapie, Gehhilfen, Belastungsaufbau und Rehabilitation.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert die Themen rund um Entlassung, Wundversorgung, Mobilität und Belastungsaufbau. Er informiert außerdem über Thromboseprophylaxe, Rehabilitation, sportliche Aktivitäten, Verkehrstüchtigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Kontrolltermine. Die Nachbehandlung wird auch für die unterschiedlichen während der Arthroskopie möglichen Behandlungsmaßnahmen aufgegriffen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.