Was ist Knie-TEP-Wechsel-Tranexam-Fremdbluttransfusion?
Bei einem Wechsel der Knie-Totalendoprothese wird ein vorhandenes Implantat ganz oder teilweise durch neue Prothesenkomponenten ersetzt. Der Eingriff kommt infrage, wenn die bisherige Prothese ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllt. Umfang und Art der Revision richten sich unter anderem nach dem Zustand des Knochens, der Bänder und der umgebenden Weichteile. Je nach Ausgangslage können einzelne Bestandteile ausgetauscht oder die Prothese umfassender erneuert werden.
Tranexamsäure kann im Rahmen des Eingriffs eingesetzt werden, um den Abbau von Blutgerinnseln zu hemmen und so den Blutverlust zu begrenzen. Eine Fremdbluttransfusion bezeichnet die Übertragung von gespendetem Blut oder Blutbestandteilen. Sie kann erforderlich werden, wenn die körpereigene Versorgung mit Blutbestandteilen für die jeweilige klinische Situation nicht ausreicht. Ob Tranexamsäure oder eine Transfusion eingesetzt wird, hängt von der individuellen Beurteilung durch das Behandlungsteam ab.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zum Knieprothesenwechsel
Der Aufklärungsbogen erläutert die Gründe für einen Wechsel der Knieendoprothese und ordnet die Ziele des Eingriffs sowie seine besonderen Anforderungen ein. Er stellt außerdem alternative Behandlungsansätze vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die Erhebung relevanter Gesundheitsinformationen sowie die Themen Anästhesie, Medikamente, Allergien und stationäre Aufnahme. Auch die Erfassung des Gelenkersatzes im Endoprothesenregister wird behandelt.
Ablauf des Knieprothesenwechsels
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Entfernung der vorhandenen Prothese, der Versorgung von Knochendefekten und der Auswahl sowie Verankerung des neuen Implantats. Er beschreibt unterschiedliche Prothesentypen, darunter teil- und vollgekoppelte sowie modulare Systeme, und behandelt zementierte, zementfreie und hybride Verankerungsverfahren. Weitere Themen sind die Weichteilbalancierung, der mögliche Einsatz eines Spacers, die Röntgenkontrolle und die Wunddrainage. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Röntgenstrahlenexposition, Weichteilverletzung, Druck- und Hautschäden, Blutverlust, Nervenverletzung, erschwerte Eingriffsdurchführung bei erhöhtem Körpergewicht, Fehlstellung, Instabilität, vorzeitige Prothesenlockerung, Prothesenversagen, intraoperativer Knochenbruch, Bruch implantierter Materialien, Zementreaktion, Verfahrenswechsel.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: postoperative Schmerzen, Hämatom, Nachblutung, Gelenkerguss, Infektion, Wundheilungsstörung, Achsfehlstellung, Beinlängendifferenz, Instabilität, Thrombose, Lungenembolie, Materialverschleiß, Prothesenlockerung, Ermüdungsbruch, verstärkte Narbenbildung, allergische Reaktion, schmerzhafte Entzündungsreaktion, Gelenkversteifung, beeinträchtigter Heilungsverlauf, unzureichende Schmerzlinderung oder Schmerzverstärkung, fortschreitende Arthrose angrenzender Gelenke, erneute Operation, Unzufriedenheit mit dem Ergebnis, Fremdkörpergefühl, eingeschränkte Beweglichkeit.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung, den stationären Verlauf und die Mobilisation. Er behandelt außerdem Schmerztherapie, physiotherapeutische Betreuung, bildgebende Kontrollen, ärztliche Untersuchungen und die Entlassung.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Nachsorge und des weiteren Alltags, darunter berufliche Rückkehr, Wundkontrollen, Rehabilitation und Physiotherapie. Auch Fahreignung, die schrittweise Wiederaufnahme körperlicher Aktivitäten sowie die Bedeutung des individuellen Nachbehandlungsplans werden behandelt.
Zusätzliche Informationen zur Anwendung von Tranexamsäure
Zudem werden im Aufklärungsbogen die Begleitmaßnahmen zur Anwendung von Tranexamsäure, insbesondere deren Wirkprinzip, Einsatzgebiete, Verabreichungswege und Gegenanzeigen, erläutert und in einfacher Sprache erklärt. Der Abschnitt behandelt außerdem die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung, mögliche Wechselwirkungen und Nebenwirkungen.
Zusätzliche Informationen zu Bluttransfusionen
Zudem werden im Aufklärungsbogen Bluttransfusionen als Begleitmaßnahme, insbesondere Blutbestandteile, Indikationen, Verträglichkeitsprüfungen und fremdblutsparende Verfahren, erläutert und in einfacher Sprache erklärt. Weitere Themen sind die Durchführung und Überwachung der Transfusion sowie mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.