Was ist Kyphoplastie?
Die Kyphoplastie, auch Ballonkyphoplastie genannt, ist ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung bestimmter schmerzhafter Wirbelkörperbrüche. Sie kommt insbesondere bei osteoporosebedingten Frakturen infrage; in ausgewählten Fällen kann sie auch bei tumorbedingt geschwächtem Knochen oder nach einer Verletzung erwogen werden. Ob das Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem von Art und Alter des Bruchs sowie vom klinischen Befund ab.
Bei der perkutanen Behandlung wird der betroffene Wirbelkörper über einen kleinen Zugang erreicht. Ein aufdehnbares Instrument kann dazu beitragen, die Wirbelkörperform teilweise anzuheben. Anschließend wird stabilisierendes Knochenzementmaterial eingebracht. Ziel ist, den Wirbel zu festigen und Beschwerden zu lindern. Die konkrete Ausführung kann sich je nach Zugang zum Wirbel und verwendetem Material unterscheiden. Die Kyphoplastie ist von anderen Verfahren zur Zementstabilisierung abzugrenzen, bei denen keine vorherige Formkorrektur mit einem Ballon erfolgt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Behandlungsalternativen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Funktion der Wirbelkörper und mögliche Ursachen einer Fraktur. Er ordnet Beschwerden und Behandlungsziele ein und stellt den Behandlungszeitpunkt sowie konservative und operative Alternativen dar.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, mögliche Betäubungs- und Narkoseverfahren sowie ambulante oder stationäre Versorgung. Weitere Themen sind Medikamente, Allergien, Vorbefunde, die häusliche Vorbereitung und Aspekte der Vorbereitung am Behandlungstag.
Ablauf der Kyphoplastie
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Lagerung, bildgebender Kontrolle und perkutanem Zugang zum Wirbelkörper. Er beschreibt den Einsatz des Ballonkatheters mit Kontrastmittel sowie die Auffüllung mit Polymethylmethacrylat oder Biozement. Auch ein möglicher Wechsel zu einem offenen Verfahren und ein Eingriffsabbruch werden thematisiert. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: allergische Reaktion, Unverträglichkeitsreaktion, Strahlenexposition, Schädigung des ungeborenen Kindes durch Röntgenstrahlung, Blutung, transfusionsbedingte Infektion, Hautschädigung, Weichteilschädigung, Nervenschädigung, Gewebsnekrose, Narbenbildung, Muskelverletzung, Sehnenverletzung, Lungenverletzung, Pneumothorax, Hämatothorax, Tracheaverletzung, Ösophagusverletzung, Gefäßverletzung durch Knochenzement, Rechtsherzschwäche.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Schmerzen im Operationsgebiet, Hämatom, Knochenzementleckage, pulmonale Zementembolie, Verschluss anderer Blutgefäße, Druckschaden, lagerungsbedingte Nervenschädigung, Ballondefekt, Kontrastmittelaustritt, allergische Reaktion auf Kontrastmittel, Thrombose, Gangstörung, Lähmung, Blasenfunktionsstörung, Darmfunktionsstörung, Sensibilitätsstörung im Genitalbereich, sexuelle Funktionsstörung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff, die Mobilisation und die Wundversorgung. Zudem behandelt er den Übergang in die ambulante oder stationäre Nachsorge, die Entlassung und weitere Verhaltensmaßnahmen.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Erholung und Nachsorge, darunter Arbeitsfähigkeit, Bewegung, Physiotherapie und die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten. Er behandelt außerdem Ernährung, Osteoporoseabklärung und -therapie, ärztliche Nachkontrollen sowie die Abklärung neu auftretender Beschwerden.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.