Was ist Medikamentöse Therapie / Infusionen?
Bei einer Infusionstherapie werden Flüssigkeiten, Arzneimittel oder Nährstoffpräparate über einen venösen Zugang verabreicht. Die intravenöse Anwendung führt die Wirkstoffe in den Blutkreislauf, ohne dass sie zunächst den Verdauungstrakt durchlaufen. Je nach Behandlungsziel kann eine Infusion eine Trägerlösung mit einem oder mehreren zugesetzten Wirkstoffen enthalten.
In der Orthopädie kommt dieses Verfahren unter anderem bei akuten oder länger bestehenden Schmerzen zum Einsatz, etwa bei Beschwerden der Wirbelsäule oder muskulären Verspannungen. Weitere mögliche Anwendungsbereiche sind entzündliche Erkrankungen, Beschwerden an mehreren Gelenken und bestimmte Mangelzustände. Welche Wirkstoffe infrage kommen, hängt vom individuellen Therapieziel ab.
Zum Spektrum zählen beispielsweise schmerzlindernde, entzündungshemmende oder muskelentspannende Medikamente sowie Vitaminpräparate. Die Behandlung kann als einzelne Infusion oder in mehreren Sitzungen erfolgen. Auswahl und Dosierung der eingesetzten Mittel werden ärztlich festgelegt und in den therapeutischen Gesamtkontext eingeordnet.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet die Infusionstherapie als Behandlungsoption bei unterschiedlichen Schmerz- und Beschwerdebildern sowie bei Mangelzuständen ein. Er informiert über die intravenöse Gabe verschiedener Wirkstoffgruppen, die Anpassung der Dosierung und mögliche Medikamentenkombinationen im Rahmen eines individuellen Therapieplans.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Kosten und Kostenerstattung, die aktuelle Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft sowie Voraussetzungen für einen geeigneten venösen Zugang.
Durchführung
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der intravenösen Infusion über einen peripheren venösen Zugang. Er beschreibt die Vorbereitung der Einstichstelle, den Anschluss des Infusionssystems und die Entfernung der Kanüle. So kennen Patientinnen und Patienten den grundsätzlichen Ablauf bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Komplikationen und Nebenwirkungen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Extravasation der Infusionslösung, Hämatom, Allergische Reaktion, Arzneimittelunverträglichkeit, Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung, Übelkeit, Husten, Atemnot, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufschock, Verletzung kleiner Blutgefäße mit Blutung, Entzündung an der Einstichstelle, Abszess, Thrombophlebitis, Venenverschluss, Arterienverletzung, Nervenverletzung, Kardiale Volumenbelastung, Luftembolie, Hyperglykämie, Häufiges Wasserlassen, Starker Durst, Müdigkeit und Schwäche, Verschwommenes Sehen, Wundheilungsstörung, Erhöhte Infektionsanfälligkeit, Organschädigung, Stoffwechselveränderungen, Hormonelle Veränderungen, Veränderung der Fettverteilung, Gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Störung des Flüssigkeitshaushalts, Verminderte Speichelproduktion, Schleimhauttrockenheit und -reizung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf nach der Infusion und thematisiert mögliche Beschwerden, die auch zeitversetzt auftreten können, sowie deren ärztliche Abklärung.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.