Was ist Nervenkompressionssyndrome-Hand-Unterarm?
Nervenkompressionssyndrome entstehen, wenn ein peripherer Nerv an einer anatomischen Engstelle im Bereich von Hand, Handgelenk, Ellenbogen oder Unterarm beeinträchtigt wird. Je nach betroffenem Nerv und Ort der Einengung kommen unterschiedliche Krankheitsbilder infrage, darunter das Karpal- und Kubitaltunnelsyndrom, das Guyon-Logen-Syndrom sowie Kompressionssyndrome im Unterarm.
Bei einer operativen Nervendekompression wird der betroffene Nerv am jeweiligen Engpass zugänglich gemacht. Einengende Gewebestrukturen werden so behandelt, dass der Nerv mehr Raum erhält. Der Zugang kann offen oder, abhängig von Befund und Lokalisation, minimalinvasiv erfolgen. Bei ausgewählten Eingriffen am Ellenbogen kann zusätzlich eine Verlagerung des Nervs erwogen werden.
Welche Technik geeignet ist, richtet sich nach dem betroffenen Nerv, der anatomischen Situation und dem Ausmaß der Kompression. Bei mehreren Engstellen können unterschiedliche Entlastungsverfahren in einer Operation kombiniert werden. Der Eingriff wird in der Orthopädie eingesetzt, wenn eine operative Behandlung der Nervenkompression angezeigt ist.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet die betroffenen Nervenkompressionssyndrome anatomisch ein und erläutert die Grundlagen der operativen Entlastung. Er behandelt die Behandlungsziele sowie konservative und operative Alternativen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch, die Einwilligung und die separate Narkoseaufklärung. Weitere Themen sind der ambulante oder stationäre Rahmen, Allergien und Unverträglichkeiten, die Medikamenteneinnahme, der Medikationsplan sowie die Kleidung.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den Betäubungsverfahren und den Zugangswegen. Er stellt Vollnarkose, regionale und lokale Betäubung sowie einen möglichen Dämmerschlaf dar und beschreibt offene und endoskopische Zugänge. Behandelt werden außerdem die Entlastung des Nervs, gegebenenfalls eine Verlagerung, die Kombination von Verfahren sowie Drainage und Wundverschluss. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Nervenverletzung, Blutgefäßverletzung mit Durchblutungsstörung und Gewebeschädigung, Verletzung von Haut und Weichteilen, Verletzung von Muskeln, Sehnen und Bändern, Allergische oder Unverträglichkeitsreaktion.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Postoperative Schmerzen und Missempfindungen, Narbenbeschwerden und Narbenempfindlichkeit, Verminderte Handgelenkskraft, Wundheilungsstörung, Komplexes regionales Schmerzsyndrom, Beeinträchtigte Nervendurchblutung nach Nerventransposition, Narbenbedingte erneute Nervenkompression, Reizung eines oberflächlich verlagerten Nervs, Nerveninstabilität und Subluxation, Unvollständige Spaltung des Karpalbandes mit unzureichender Dekompression, Infektion einschließlich Knochen- und Gelenkinfektion sowie Sepsis, Übermäßige Narbenbildung mit Gelenksteife, Einschränkung der Fingerbeweglichkeit nach Sehnengewebeentfernung, Bluterguss und Nachblutung, Gewebeschwellung und Einblutung, Kompartmentsyndrom am Handgelenk, Thrombose, Embolie und Lungenembolie, Anhaltende oder erneut auftretende Beschwerden, Erneute Einengung des Nerventunnels, Verlängerte Erholungszeit nach Nerventransposition.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf mit Themen wie der postoperativen Beobachtung, der Wund- und Verbandsversorgung sowie Kontrolluntersuchungen. Zudem behandelt er Mobilisation und mögliche Ruhigstellung, physiotherapeutische Maßnahmen, den Belastungsaufbau und die Arbeitsunfähigkeit.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Nachsorge nach der Entlassung, darunter Wund- und Verbandversorgung, Warnzeichen, Drainage- und Fadenentfernung sowie Kontrolluntersuchungen. Er behandelt außerdem Physiotherapie, Belastungsaufbau und die Wiederaufnahme von Alltagsaktivitäten, Sport und Arbeit.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.