Was ist Operative Knochenbruchbehandlung-Osteosynthese?
Bei einer Osteosynthese werden gebrochene Knochenabschnitte operativ ausgerichtet und mit geeigneten Hilfsmitteln in einer stabilen Position gehalten. So soll eine knöcherne Heilung in funktionell günstiger Stellung ermöglicht werden. Die operative Frakturversorgung kommt insbesondere bei instabilen oder deutlich verschobenen Brüchen infrage sowie dann, wenn eine ausreichende Ausrichtung von außen nicht gelingt. Auch bestimmte Gelenkbrüche und offene Frakturen können eine operative Behandlung erfordern.
Für die Stabilisierung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Bei einer inneren Osteosynthese werden beispielsweise Platten und Schrauben am Knochen befestigt oder ein Nagel im Markraum eingebracht. Je nach Bruchform können auch einzelne Schrauben oder Drähte eingesetzt werden. Ein äußerer Fixateur hält Knochenabschnitte über eine außerhalb des Körpers liegende Konstruktion in Position. Die Wahl des Verfahrens richtet sich unter anderem nach der betroffenen Knochenregion, dem Verlauf des Bruchs und den individuellen Behandlungszielen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Behandlungsoptionen
Der Aufklärungsbogen erläutert den Knochenaufbau und die Gründe, die eine operative Frakturversorgung erforderlich machen können. Er stellt die operative Stabilisierung den konservativen Behandlungsoptionen gegenüber und ordnet die verschiedenen Osteosyntheseverfahren ein.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungs- und Einwilligungsverfahren, die separate Narkoseaufklärung sowie die Erfassung relevanter Befunde, Allergien und Medikamente. Auch die stationäre oder ambulante Versorgung und mögliche Anpassungen der Medikation werden thematisiert.
Ablauf und operative Verfahren
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, operativem Zugang und Stabilisierung der Fraktur. Er beschreibt Platten- und Schraubenosteosynthese, Marknagel, Drahtcerclage und Fixateur externe sowie die mögliche Kombination verschiedener Verfahren. Ergänzend behandelt er bildgebende Kontrolle, Strahlenschutz, Blutsperre, Wundversorgung und Drainage. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren und Maßnahmen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutverlust, Gefäßverletzung, Herzinfarkt, Fett- oder Knochenmarkembolie, Bruch von Fremdmaterial mit Verbleib im Körper, Nervenüberdehnung oder -kompression, Sensibilitätsstörungen, Rippenfellverletzung, Pneumothorax, Nervenverletzung, Lähmungserscheinungen, Druck- und Hautschäden, Strahlenschädigung des ungeborenen Kindes.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Schmerzen, allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, Spritzenabszess, Haut- und Weichteilschäden durch Injektionen, Nervenreizung, Venenreizung, Gewebsnekrose, Nachblutung, Bluterguss, erneuter Knochenbruch, Lockerung einer Metallplatte, Bruch einer Metallplatte, Beschwerden im Bereich von Platte oder Schraube, Bewegungseinschränkung, Non-Union, übermäßige Kallusbildung, Infektion an Osteosynthesematerial oder Knochen, Lockerung eines Marknagels, Bruch eines Marknagels, Fehlstellung oder Verdrehung beim Zusammenwachsen, Beschwerden durch Nagel oder Drähte, Fettembolie, Verschiebung von Osteosynthesematerial, Nervenverletzung, Gefäßverletzung, Gelenksteife, Entzündung an Draht- oder Schraubeneintrittsstellen, Beeinträchtigung der Knochenstabilität durch gelockerte oder verschobene Fixation, verzögerte Knochenheilung, Druckschädigung eines Nervs durch Einblutung in eine Muskelloge, verstärkte Narbenbildung, Wundheilungsstörung, Schwellung, tiefe Knocheninfektion, Knocheneiterung, Gelenkversteifung, Verlust einer Gliedmaße, Thrombose, Lungenembolie, vorzeitiger Gelenkverschleiß.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung unmittelbar nach dem Eingriff, den weiteren klinischen Verlauf und die ärztlichen Kontrollen. Er behandelt außerdem Verbandswechsel, Drainagenentfernung, krankengymnastische Übungen, Schmerztherapie, Thromboseprophylaxe und Nachbehandlung.
Verhalten nach der Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert die Themen, die nach der Entlassung für den weiteren Behandlungsverlauf relevant sind. Dazu gehören Warnzeichen, Wund- und Röntgenkontrollen, die mögliche Entfernung des Osteosynthesematerials, Belastungsaufbau und Physiotherapie sowie die Rückkehr zu Arbeit, Sport und Autofahren.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.