Was ist Periphere-Nerveninfiltration?
Bei einer peripheren Nerveninfiltration wird ein örtliches Betäubungsmittel in die Nähe eines ausgewählten Nervs eingebracht. Dadurch lässt sich die Weiterleitung von Schmerzsignalen vorübergehend beeinflussen. Das Verfahren wird in der Orthopädie unter anderem eingesetzt, um Beschwerden in Bereichen wie Schulter, Arm, Hand, Hüfte, Knie oder Fuß zu behandeln.
Die Infiltration kann therapeutisch zur Schmerzlinderung oder diagnostisch zur Abklärung der Beschwerdeursache dienen. Je nach Behandlungsziel und ärztlicher Einschätzung kommt das Betäubungsmittel allein oder in Kombination mit einem entzündungshemmenden Wirkstoff zum Einsatz. Welche Nervenregion behandelt wird und welche Variante geeignet ist, richtet sich nach der individuellen klinischen Situation.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Behandlungsmöglichkeiten
Der Aufklärungsbogen erläutert die Funktion peripherer Nerven und die therapeutische sowie diagnostische Anwendung der Infiltration. Er ordnet die Behandlung in konservative und operative Therapieoptionen ein und thematisiert die Möglichkeit einer Wiederholungsbehandlung.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Kostenübernahme, das Aufklärungsgespräch und die Einwilligung sowie relevante Angaben zu Blutungsneigung, Medikamenten und Allergien. Auch Nüchternheit wird als Thema behandelt.
Ablauf der Nerveninfiltration
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der gezielten Injektion eines Lokalanästhetikums und dem möglichen Zusatz eines Kortikosteroids. Er behandelt die Lokalisation des Zielbereichs, die perineurale oder intraneurale Injektion beziehungsweise die Injektion in das umgebende Gewebe sowie das sterile Vorgehen. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Verfahrensschritte bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während der Behandlung
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Einblutung, Verletzung von Knorpel-, Kapsel- und Bindegewebe, Schmerzen, Muskelfunktionsstörungen, Lähmungen, Sehnenverletzung, Sehnenriss, Gefäßerweiterung, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit, Allergische Reaktion, Unverträglichkeitsreaktion, Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung, Übelkeit, Husten, Atemnot, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufschock.
Risiken nach der Behandlung
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Übersteigerte Immunreaktion mit allergieähnlicher Reaktion, Gelenkinfektion, Chronische Knochenentzündung, Gelenkversteifung, Erregerübertritt in den Blutkreislauf, Blutvergiftung, Verlust der Gliedmaße, Gefäßverletzung, Nachblutung, Gelenkerguss, Hautveränderungen, Schädigung des umliegenden Gewebes, Gewichtszunahme, Gelenkverschleiß, Hyperglykämie bei Diabetes, Hitzegefühl, Zyklusstörungen, Erhöhte Infektanfälligkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Magen-Darm-Blutungen, Stimmungstiefs, Gelenkzerstörung, Knorpelschäden, Hormonüberschuss, Muskelschwäche, Bluthochdruck, Mondgesicht, Stiernacken, Schmerzanstieg, Hautverfärbung und Veränderung der Hautstruktur, Oberflächliche oder tiefe Infektion, Neurologische Ausfälle.
Weiterer Verlauf und Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf nach dem Eingriff. Er behandelt die Beobachtung und Entlassung, mögliche Beschwerden an der Einstichstelle, die Verkehrstüchtigkeit, Arbeitsunfähigkeit und sportliche Aktivitäten sowie Kontrolluntersuchungen und Verhaltensmaßnahmen nach der Behandlung.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.