Was ist Schlittenprothese?
Eine Schlittenprothese ist ein teilweiser Ersatz des Kniegelenks. Sie kommt bei einer Arthrose infrage, wenn der Knorpelverschleiß auf einen der beiden Hauptabschnitte des Kniegelenks begrenzt ist und die übrigen Gelenkbereiche sowie die stabilisierenden Strukturen für diesen Eingriff geeignet sind. Anders als bei einer vollständigen Knieendoprothese werden nicht sämtliche Gelenkflächen ersetzt.
Das Implantat besteht grundsätzlich aus Komponenten für den Oberschenkelknochen und das Schienbein. Dazwischen liegt ein bewegliches Gleitlager, das die Gelenkbewegung ermöglicht. Je nach betroffener Seite wird der innere oder äußere Gelenkabschnitt versorgt. Bei der Implantatausführung gibt es unter anderem Modelle mit feststehendem oder beweglichem Gleitlager; auch die Verankerung kann unterschiedlich gestaltet sein. Welche Versorgung infrage kommt, hängt von der Ausprägung und Verteilung der Arthrose sowie den individuellen anatomischen Voraussetzungen ab.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Indikation und Behandlungsalternativen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Indikation bei Kniegelenksarthrose und stellt den teilweisen Kniegelenkersatz sowie alternative Behandlungsansätze vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die chirurgische und anästhesiologische Aufklärung, die Erfassung der Medikation und des Gesundheitszustands sowie den Umgang mit Allergien. Weitere Themen sind der stationäre Aufenthalt und die mögliche Übermittlung von Daten an das Endoprothesenregister Deutschland.
Operationsablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Vollnarkose oder Teilnarkose, Lagerung, operativem Zugang und Vorbereitung des Knochens für die Prothese. Er beschreibt die mögliche sensorassistierte Ausrichtung sowie zementierte und zementfreie Verankerungsoptionen. Auch Röntgenkontrolle, Wunddrainage, Funktionsprüfung und Wundverschluss werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren und Maßnahmen bereits vor dem Einwilligungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Intraoperative Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Weichteilverletzung, Druck- und Hautschäden, Lagerungsschäden, Atemprobleme, Lungenfunktionsstörungen, Fehlpositionierung der Prothese, Instabilität, Prothesenlockerung, Blutverlust, Nervenverletzung, Knochenbruch, Bruch von Operationsmaterial, Knochenzementreaktion, Wechsel zum Totalersatz.
Postoperative Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Knieschmerzen, Anlaufschmerzen, Hämatom, Nachblutung, Gelenkerguss, Infektion, Wundheilungsstörung, Achsfehlstellung, Beinlängendifferenz, Instabilität, Luxation von Knie oder Kniescheibe, Thrombose, Lungenembolie, Materialverschleiß, Prothesenlockerung, Ermüdungsbruch, verstärkte Narbenbildung, allergische Reaktion, anhaltende Knieschmerzen, Durchblutungsstörung, Weichteilschwellung, Muskelabbau, Knochenabbau, Gelenkversteifung, Arthrose in anderen Gelenkabschnitten, Wechsel zum Totalersatz.
Postoperativer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den postoperativen Verlauf mit Themen wie Überwachung im Aufwachraum, stationärer Betreuung, Mobilisation und physiotherapeutischer Unterstützung. Auch die bildgebende Kontrolle, ärztliche Untersuchungen und die Besprechung der weiteren Behandlung sind abgedeckt.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert die Themen rund um die Entlassung und die weitere Versorgung. Dazu gehören Anschlussheilbehandlung, Wundkontrollen, Nachbehandlungsplan und Kontrolluntersuchungen sowie die Rückkehr zu körperlichen Aktivitäten.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.