Was ist Schulterprothese-Tranexam-Fremdbluttransfusion?
Beim Schultergelenkersatz werden geschädigte Gelenkflächen durch künstliche Implantate ersetzt. Der Eingriff kommt unter anderem bei ausgeprägtem Gelenkverschleiß, bestimmten Brüchen am Oberarmkopf oder einer nicht ausreichend funktionierenden Rotatorenmanschette infrage. Je nach Befund wird nur der Oberarmkopf oder werden Oberarmkopf und Gelenkpfanne ersetzt. Bei eingeschränkter Funktion der Rotatorenmanschette kann eine inverse Prothese gewählt werden, deren Aufbau die Bewegungsmechanik der Schulter verändert.
Tranexamsäure ist ein Arzneimittel, das den Abbau von Blutgerinnseln hemmt und bei ausgewählten operativen Eingriffen zur Begrenzung des Blutverlusts eingesetzt werden kann. Eine Fremdbluttransfusion bedeutet die Übertragung von Blut oder einzelnen Blutbestandteilen aus einer Spende. Sie kann erforderlich werden, wenn der Blutverlust oder die Blutbildung eine Unterstützung des Sauerstofftransports beziehungsweise der Gerinnung notwendig macht. Welche Maßnahmen zum Einsatz kommen, richtet sich nach der individuellen Situation. Schulterprothese, Tranexamsäure und mögliche Transfusion sind daher unterschiedliche, miteinander kombinierbare Bestandteile der perioperativen Behandlung.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Gründe für die Operation
Der Aufklärungsbogen erläutert die möglichen Gründe für einen Schultergelenkersatz und ordnet die Behandlungsziele sowie alternative Optionen ein. Zudem behandelt er die mögliche Übermittlung von Implantatdaten an das Endoprothesen-Register Deutschland.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Erfassung von Medikamenten und Allergien, mögliche Anpassungen der Medikation sowie Nüchternheit. Auch Alkohol- und Nikotinkonsum, Infektionen und Zahnsanierungen werden als Vorbereitungsthemen aufgegriffen.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, operativem Zugang und Implantation. Er stellt die verschiedenen Zugangswege sowie Teil-, Total- und inverse Prothesen mit ihren möglichen Komponenten dar und behandelt die Knochenpräparation, eine mögliche Zementverankerung und den Schmerzkatheter. Auch Röntgenkontrolle, Drainage und Wundverschluss sind Teil der Darstellung. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Knochenbruch, Blutverlust und mögliche Bluttransfusion, Atemprobleme, Lungenfunktionsstörung, Nervenverletzung, Weichteilschädigung, Lagerungsschaden, Allergische Reaktion, Änderung oder Erweiterung des Eingriffs, Knochenzementreaktion, Bruch von Bohrern oder Schrauben.
Risiken nach der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verkalkung an Muskel-Sehnenansätzen, Bewegungseinschränkung, Gelenkversteifung, Nachblutung und Gelenkerguss, Wundheilungsstörung, Schulterluxation, Bluterguss, Schmerzen, Thrombose und Lungenembolie, Fettembolie, Protheseninfektion, Prothesenverschleiß, Prothesenlockerung, Verschlechterung der Beschwerden.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Betreuung im Aufwachraum und auf der Station sowie die weitere Behandlung. Thematisiert werden Nachbehandlungsplanung, Schmerztherapie, Physiotherapie, Kontrollen von Prothese und Wunde sowie Anschlussheilbehandlung und mögliche Unterstützungsangebote.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen rund um die Entlassung und die anschließende Versorgung. Dazu gehören Anschlussheilbehandlung, Fahrtüchtigkeit, Wundkontrollen, die Rückkehr zu körperlichen Aktivitäten und die weitere Orientierung am Nachbehandlungsplan.
Zusätzliche Informationen zur Anwendung von Tranexamsäure
Zudem werden im Aufklärungsbogen die Begleitmaßnahmen, insbesondere die Anwendung von Tranexamsäure zur Begrenzung des Blutverlusts, erläutert und in einfacher Sprache erklärt. Behandelt werden außerdem Verabreichungswege, Gegenanzeigen, Risikofaktoren, Wechselwirkungen und die Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Risiken und Nebenwirkungen der Tranexamsäure
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Allergische Reaktion und Unverträglichkeit, Sehstörung, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, Schwindel, Thrombose, Embolie, Lungenembolie, Schlaganfall, Krampfanfall.
Zusätzliche Informationen zu Bluttransfusionen
Zudem werden im Aufklärungsbogen die Begleitmaßnahmen, insbesondere Blutgruppenbestimmung, Verträglichkeitsprüfung und die Gabe von Blutprodukten, erläutert und in einfacher Sprache erklärt. Der Bogen behandelt außerdem fremdblutsparende Maßnahmen, die Identitätskontrolle sowie die Überwachung während und nach einer Transfusion.
Risiken und Nebenwirkungen von Bluttransfusionen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Infektionsübertragung durch Blutprodukte, Hämatom und Bluterguss an der Einstichstelle, Venenreizung und Venenentzündung, Infektion am Venenzugang, Abszess, Haut- und Gewebeschädigung, Durchblutungsstörung, Nervenreizung und Nervenschädigung, Allergische Reaktion und Unverträglichkeit, Volumenüberlastung mit Lungenödem oder Herzversagen, Immunreaktion bei Blutgruppenunverträglichkeit, Alloimmunisierung, Transfusionsassoziierte akute Lungenschädigung, Hämolyse und Nierenschädigung, Kreislaufüberlastung und Herzinfarkt, Beeinflussung des Immunsystems und mögliche Tumorentwicklung, Eisenüberladung und Organschädigung, Blutgerinnungsstörung und erhöhtes Blutungsrisiko, Graft-versus-Host-Reaktion, Posttransfusionelle Purpura, Thrombose und Embolie.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.