Was ist Schulterprothese?
Eine Schulterprothese ist ein künstlicher Ersatz für verschlissene oder geschädigte Gelenkflächen des Schultergelenks. Der Eingriff wird unter anderem bei fortgeschrittener Arthrose, bestimmten Verletzungen des Oberarmkopfes oder einer nicht mehr ausreichend funktionierenden Rotatorenmanschette erwogen. Ziel des Schultergelenkersatzes ist, Schmerzen zu verringern und die Beweglichkeit sowie die Funktion des Arms zu verbessern.
Je nach Befund kann der Ersatz teilweise oder vollständig erfolgen. Bei einer Teilprothese wird die gelenkbildende Fläche des Oberarmkopfes ersetzt; die Gelenkfläche am Schulterblatt bleibt erhalten. Bei einer anatomischen Totalendoprothese werden beide Gelenkseiten durch Implantate ersetzt. Welche Ausführung geeignet ist, hängt unter anderem vom Zustand der Knochen und der Rotatorenmanschette ab.
Ist die Rotatorenmanschette erheblich geschädigt, kann eine inverse Schulterprothese infrage kommen. Bei dieser Bauform sind die gewölbte und die schalenförmige Komponente gegenüber der natürlichen Gelenkanordnung vertauscht. Dadurch verändert sich die Gelenkmechanik, sodass der Deltamuskel stärker zur Armhebung beitragen kann.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Gründe für die Operation
Der Aufklärungsbogen erläutert die medizinischen Gründe für einen Schultergelenkersatz, darunter Gelenkverschleiß, Schäden an der Rotatorenmanschette und Frakturen des Oberarmkopfes. Außerdem thematisiert er Behandlungsalternativen und die mögliche Übermittlung von Daten an das Endoprothesenregister Deutschland.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Erfassung der Medikation und bekannter Allergien, relevante Arzneimittelgruppen sowie Nüchternheit. Weitere Themen sind Alkohol- und Nikotinkonsum, Infektionen und Zahnsanierungen.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, Lagerung und operativen Zugängen zum Schultergelenk. Er stellt den Teilersatz, den vollständigen Gelenkersatz und die inverse Prothese sowie unterschiedliche Implantatmaterialien und Verankerungsoptionen dar. Auch Schmerzkatheter, Antibiotikaprophylaxe, Röntgenkontrolle und mögliche Wunddrainage werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Fraktur des Schulterblatts, Oberarmfraktur, Blutverlust, Gefäßverletzung, Atemprobleme, Lungenfunktionsstörung, Nervenverletzung, Sensibilitätsstörung, Lähmung, Weichteilschädigung, Lagerungsschäden, Hautschädigung, Schädigung von Gelenken und Bändern, Gefäßschädigung, Durchblutungsstörung, allergische Reaktion, Änderung oder Erweiterung des Eingriffs, Knochenzementreaktion, Kreislaufstörung, bleibender Organschaden, Herzversagen, Bruch von Bohrern oder Schrauben, Verbleib von Bohrern oder Schrauben im Knochen.
Risiken nach der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verkalkung der Muskel-Sehnen-Ansätze, Bewegungseinschränkung, Gelenkversteifung, Nachblutung, Gelenkerguss, Wundheilungsstörung, Schulterluxation, Bluterguss, Schmerzen, Thrombose, Lungenembolie, Gefäßverschluss durch Fetttröpfchen, Protheseninfektion, Prothesenabnutzung, Prothesenlockerung, Verschlechterung der ursprünglichen Beschwerden.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Betreuung nach der Operation, einschließlich Überwachung, stationärem Verlauf und Entlassung. Er behandelt die Nachbehandlungsplanung mit Schmerztherapie, Physiotherapie, bildgebenden Kontrollen und Wundversorgung sowie die Organisation einer Anschlussheilbehandlung.
Verhalten nach Entlassung und nächste Schritte
Der Aufklärungsbogen erläutert die Themen rund um Entlassung und weitere Versorgung, darunter Anschlussheilbehandlung, Fahrtüchtigkeit und Wundkontrollen. Auch die Wiederaufnahme körperlicher Aktivitäten, der Nachbehandlungsplan und die Entlassungsunterlagen werden behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.