Was ist Stoßwellentherapie?
Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein nicht operatives Verfahren, bei dem akustische Impulse von außen auf ausgewählte Körperregionen gerichtet werden. In der Orthopädie kommt sie insbesondere bei länger anhaltenden Beschwerden an Sehnenansätzen sowie bei Kalkablagerungen im Weichteilgewebe zum Einsatz. Auch bestimmte Beschwerden an Fuß, Schulter, Ellenbogen oder Knie können Anlass für eine Behandlung sein.
Je nach Gerät werden die Impulse gebündelt auf einen Zielbereich gelenkt oder breiten sich von der Kontaktstelle ausgehend in das Gewebe aus. Diese Formen werden als fokussierte beziehungsweise radiale ESWT bezeichnet. Welche Variante geeignet ist, richtet sich unter anderem nach dem Behandlungsziel und der betroffenen Körperregion.
Die mechanischen Impulse sollen lokale biologische Prozesse beeinflussen und können bei Kalkablagerungen deren Abbau unterstützen. Die ESWT ist damit eine mögliche Therapieoption innerhalb eines orthopädischen Behandlungskonzepts; die Auswahl erfolgt anhand des individuellen Befunds.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Anwendungsgebiete
Der Aufklärungsbogen stellt das Wirkprinzip und die möglichen Anwendungsgebiete der Stoßwellentherapie dar. Er behandelt außerdem Voraussetzungen und Ausschlusskriterien, ordnet den möglichen Behandlungsverlauf ein und gibt einen Überblick über alternative konservative Ansätze sowie Kortikosteroidinjektionen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für die Behandlung, insbesondere die Klärung der Kosten, den Umgang mit Vorbefunden und die Erfassung der Medikamentenanamnese. Auch Kleidung und medikamentöse Aspekte werden als Vorbereitungsthemen behandelt.
Durchführung
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf der Behandlung mit Schwerpunkt auf der Anwendung des Stoßwellengeräts und der örtlichen Betäubung als mögliche Begleitmaßnahme bei Pseudarthrose. Er beschreibt die grundlegende Positionierung und Applikation sowie die Reaktion des Gewebes. So kennen Patientinnen und Patienten das Verfahren vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Komplikationen und Nebenwirkungen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hautrötung, Schwellung, Einblutung, Schmerzen, vorübergehende Beschwerdeverstärkung, Gewebeschädigung an Haut, Weichteilen, Lungengewebe, Nerven und anderem Gewebe, Taubheitsgefühl, Atemnot, Lähmung, dauerhafte Nervenschädigung, Gewebsnekrose, Narbenbildung, intramuskuläre Blutung, Druckschädigung von Nerven, erneute Verkalkung, Bewegungseinschränkung, Gelenkversteifung, Verstärkung einer unentdeckten Entzündung, Flüssigkeitsansammlung in Sehnen, Sehnenriss, Kopfschmerzen, Migräneanfälle, Entzündung an der Einstichstelle, Eiteransammlung, Venenentzündung, Sepsis, allergische oder Unverträglichkeitsreaktion, Hautausschlag, Juckreiz, Übelkeit, Husten, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufversagen, Durchblutungsstörung, Organschädigung, Hirnschädigung, dialysepflichtiges Nierenversagen.
Verhalten nach der Behandlung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen zur Beobachtung nach der Behandlung, zur ärztlichen Abklärung sowie zu Flüssigkeitszufuhr und körperlicher Aktivität.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.