Was ist Biologika bei schwerem Asthma?
Biologika sind biotechnologisch hergestellte Antikörper, die an ausgewählte Botenstoffe oder Zellstrukturen des Immunsystems binden. Bei schwerem Asthma kommen sie infrage, wenn die Erkrankung trotz etablierter Behandlung nicht ausreichend kontrolliert ist. Ihr Einsatz richtet sich nach dem individuellen Krankheitsbild und den Hinweisen auf zugrunde liegende Entzündungsmechanismen.
Je nach Präparat zielt die Therapie beispielsweise auf Immunglobulin E, Interleukin-5 beziehungsweise dessen Rezeptor, den Interleukin-4-Rezeptor oder thymisches stromales Lymphopoietin (TSLP). Diese unterschiedlichen Ansatzpunkte ermöglichen eine Auswahl passend zu bestimmten Asthmaformen und Biomarkern. Die Medikamente werden üblicherweise als Injektion verabreicht; Präparat und Gabeintervall hängen vom gewählten Wirkstoff ab.
Der Behandlungserfolg wird im Verlauf anhand der Asthmakontrolle und weiterer klinischer Befunde beurteilt. Die Entscheidung für eine Biologikatherapie sowie die Auswahl des Wirkstoffs erfolgen im ärztlichen Gespräch und ergänzen die bestehende Behandlungsplanung.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Grundlagen des Asthmas und den Ansatz der Biologikatherapie. Er ordnet die Therapieziele, die längerfristige Behandlung und die Bewertung des Therapieansprechens ein. Auch alternative Behandlungsoptionen und die individuelle Therapieentscheidung sind Gegenstand dieses Kapitels.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für die Behandlung, insbesondere die diagnostische Abklärung anhand von Blut- und Atemluftwerten sowie das Screening auf Infektionen und weitere mögliche Ausschlussgründe. Weitere Themen sind die Erfassung der Medikation und möglicher Wechselwirkungen, ein Asthmaregister, der persönliche Asthma-Aktionsplan und der zeitliche Zusammenhang mit Impfungen.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf der Biologikatherapie mit Schwerpunkt auf der subkutanen Injektion und den möglichen Injektionsstellen. Er beschreibt außerdem die anschließende Beobachtung und die Dosierungsintervalle sowie die Überprüfung der Behandlung. So kennen Patientinnen und Patienten die grundlegenden Abläufe vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Nebenwirkungen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Schwellung an der Einstichstelle, Rötung an der Einstichstelle, Schmerzen an der Einstichstelle, Infektion an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Frösteln, Müdigkeit, Konjunktivitis, Keratitis, Blepharitis, Pneumonie, Vaskulitis, Leukozytose, Anaphylaktischer Schock.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf der Behandlung, darunter körperliche Aktivität und Sport sowie die Beurteilung des Therapieansprechens und mögliche Anpassungen. Er behandelt außerdem die Selbstinjektion, regelmäßige Kontrolluntersuchungen und die ärztliche Abklärung von Beschwerden nach der Behandlung.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.