Was ist Debridement bei Sternum-/Rippenosteomyelitis?
Eine Osteomyelitis ist eine Infektion des Knochens. Betrifft sie das Brustbein oder eine Rippe, kann auch angrenzendes Weichteilgewebe erkrankt sein. Ein chirurgisches Débridement bezeichnet die operative Entfernung von infiziertem oder nicht mehr vitalem Gewebe. Es kommt bei tiefen Entzündungen dieser Knochen zum Einsatz, unter anderem wenn sich die Infektion nach einem Eingriff, einer Verletzung oder einer anderen Infektion entwickelt hat.
Umfang und Zugang richten sich nach der betroffenen Region und dem Ausmaß der Erkrankung. Bei einem begrenzten Befund kann die Behandlung auf den betroffenen Bereich konzentriert werden; ausgedehntere Infektionen können eine umfangreichere Entfernung geschädigten Gewebes erfordern. Je nach Situation wird die Wunde in einem Eingriff versorgt oder zunächst offen behandelt und später verschlossen. Bei Bedarf kann die Versorgung eine Geweberekonstruktion und eine Wiederherstellung der Brustwandstabilität einschließen. Das Débridement ist häufig Teil eines mehrgliedrigen Behandlungskonzepts, zu dem auch eine gezielte medikamentöse Therapie gehört.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die anatomischen Grundlagen sowie Entstehung und mögliche Auswirkungen einer Osteomyelitis im Bereich von Brustbein und Rippen. Er ordnet die Gründe für den Eingriff ein, beschreibt die Behandlungsziele und stellt alternative Behandlungsmöglichkeiten als Thema dar.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die diagnostischen Untersuchungen, die Erhebung der medizinischen Vorgeschichte und die anästhesiologische Planung. Weitere Themen sind der stationäre Behandlungsrahmen sowie die Vorbereitung auf den Operationstag.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den operativen Zugangswegen, der Entfernung infizierten Gewebes und der schrittweisen Wundbehandlung. Er beschreibt die Unterdruck-Wundtherapie, den möglichen Gewebeersatz, verschiedene Möglichkeiten zur Stabilisierung der Thoraxwand sowie Drainagen und Wundverschluss. Auch Narkose, Lagerung und Beatmung werden thematisiert. So erhalten Patientinnen und Patienten vor dem Einwilligungsgespräch einen Überblick über die möglichen Verfahren; der Bogen bereitet das ärztliche Aufklärungsgespräch vor und dokumentiert es, ersetzt es aber nicht.
Risiken während der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Anpassung oder Erweiterung des Eingriffs, Nervenverletzung, Gefäßverletzung, Verletzung benachbarter Organe, Blutung, Erheblicher Blutverlust und Transfusionsbedarf, Transfusionsbedingte Infektion, Transfusionsassoziiertes Lungenödem, Lungenversagen, Verschlechterung der Nierenfunktion, Immunreaktionen auf Fremdblut, Herzmuskelverletzung, Blutdruckabfall, Kreislaufprobleme, Hautschädigung, Weichteilschädigung, Gefühlsstörungen, Taubheitsgefühl, Lähmung, Schmerzen, Schwerer Sauerstoffmangel, Überlastung des rechten Herzens, Pneumothorax, Knochenbruch, Bruch von Befestigungsmaterial, Lockerung von Befestigungsmaterial, Allergische Reaktionen, Unverträglichkeiten, Atemnot, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufschock, Hirnschädigung, Sehstörungen, Nervenschäden, Nierenfunktionsstörungen und Nierenversagen.
Risiken nach der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hämatom, Nachblutung, Serom, Minderdurchblutung transplantierter Gewebelappen, Gewebsnekrose, Instabilität der Thoraxwand, Bruch oder Lockerung von Stabilisierungsmaterial, Infektion von Stabilisierungsmaterial, Schwächung der Bauchwand, Hernie, Muskelschwäche, Einschränkung von Arm- und Schulterkraft, Einschränkung der Beweglichkeit von Armen und Schultern, Erschwerte Atmung, Lungenkollaps, Lungenentzündung, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühl, Kribbeln, Nervenschmerzen, Herzmuskelverletzung im Zusammenhang mit der Unterdrucktherapie, Entzündung, Wundheilungsstörung, Blutvergiftung, Thrombose, Thromboembolie, Gefäßverschluss, Durchblutungsstörung, Schlaganfall, Dialysepflichtiges Nierenversagen, Lungenembolie.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und Versorgung sowie die Themen Mobilisierung, Drainagen, Schmerzbehandlung und Antibiotikatherapie. Darüber hinaus behandelt er Wundkontrollen, den Entlassungsprozess und die weitere Behandlung.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der häuslichen Nachsorge, darunter Belastungsaufbau, berufliche Wiedereingliederung, Anschlussheilbehandlung und die Fortsetzung der Behandlung. Er behandelt außerdem Atemtherapie, Physiotherapie, Wund- und Narbenpflege, Kontrolluntersuchungen sowie die ärztliche Abklärung möglicher Warnzeichen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.