Was ist Endoskopische Sympathektomie?
Die endoskopische thorakale Sympathektomie (ETS), auch Sympathikolyse genannt, ist ein minimalinvasiver Eingriff am sympathischen Nervensystem im Brustraum. Dabei werden über eine Thorakoskopie gezielt Abschnitte der sympathischen Nervenbahn behandelt, die an der Regulation der Schweißbildung beteiligt sind. Ziel ist, die übermäßige Aktivität dieser Nervenimpulse zu vermindern.
Das Verfahren kommt vor allem bei ausgeprägter primärer Hyperhidrose infrage, etwa bei starkem Schwitzen an Händen, Achseln oder im Gesicht. Auch bei belastendem Erröten kann eine operative Behandlung erwogen werden. Typischerweise wird sie erst geprüft, wenn konservative oder andere nichtoperative Behandlungsansätze nicht ausreichend geholfen haben.
Je nach Zielregion und operativem Konzept kann die Nervenbahn durchtrennt oder mittels Wärme unterbrochen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Blockade mit Clips. Ob eine oder beide Seiten behandelt werden und welche Technik geeignet ist, richtet sich nach dem Beschwerdebild und der ärztlichen Beurteilung.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen, Indikationen und Behandlungsalternativen
Der Aufklärungsbogen behandelt die Funktion des vegetativen Nervensystems und ordnet Hyperhidrose sowie Erythrophobie als Beschwerdebilder ein. Er erläutert die grundsätzliche Indikation und Gegenanzeigen des Eingriffs sowie nichtoperative und lokale operative Behandlungsalternativen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Gespräch, die kardiologische Abklärung einschließlich Elektrokardiogramm sowie die Erfassung von Allergien und Medikamenten. Weitere Themen sind die stationäre Aufnahme, die Allgemeinanästhesie, Nüchternheit und das Entfernen von Fremdmaterialien und Kosmetika.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf thorakoskopischem Zugang und Einlungenbeatmung. Er stellt die thermische Verödung beziehungsweise Durchtrennung von Nervenbahnen und die Blockade mit Clips als Verfahrensmöglichkeiten dar. Ergänzend beschreibt er unter anderem die Thoraxdrainage und die Röntgenkontrolle. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Verfahrensmöglichkeiten bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Schmerzen, Interkostalnervenreizung, Pneumothorax, Hämatothorax, Chylothorax, Horner-Syndrom, Verletzung von Blutgefäßen, Lungenverletzung, Zwerchfellnervenverletzung, Hautschädigung, Weichteilschädigung, Nervenschädigung, Sensibilitätsstörung, Taubheitsgefühl, Lähmung, Blutung, Blutverlust, Transfusionsbedingte Infektion, Transfusionsreaktion, Lungenödem, Lungenversagen, Nierenfunktionsstörung, Nachblutung, Allergische Reaktion, Unverträglichkeit, Kreislaufschock, Hirnschädigung, Sehstörung, Nierenversagen, Atelektase, Entzündung, Wundheilungsstörung, Sepsis, Verstärkte Narbenbildung, Bewegungseinschränkung, Thrombose, Durchblutungsstörung, Schwellung, Schlaganfall, Lungenembolie.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Kompensatorisches Schwitzen, Gustatorisches Schwitzen (Frey-Syndrom), Bradykardie, Hypotonie, Trockene Haut an den Händen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf mit Themen wie Mobilisation, Drainageentfernung und Schmerztherapie. Er behandelt außerdem die stationäre Überwachung, Wundkontrollen, die Entlassungsbeurteilung und Aspekte der Weiterbehandlung und Nachsorge.
Verhalten nach der Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen nach der Entlassung, darunter Wundpflege, körperliche Belastung, Narbenpflege und Nachsorgetermine. Auch die Rückkehr zur Arbeit, Schlafposition und Beschwerden mit ärztlichem Abklärungsbedarf werden behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.