Was ist Ligatur Ductus thoracicus?
Bei einer Ligatur des Ductus thoracicus wird der Milchbrustgang chirurgisch verschlossen. Dieser zentrale Lymphweg führt Lymphflüssigkeit aus großen Teilen des Körpers in den Blutkreislauf. Der Eingriff kommt insbesondere infrage, wenn eine Undichtigkeit des Gangs einen Chylothorax verursacht und andere Behandlungsansätze nicht zum gewünschten Ergebnis führen.
Ziel der Operation ist es, den Austritt von Lymphflüssigkeit in den Brustraum zu beenden. Dazu wird der betroffene Abschnitt des Lymphgangs im Brustkorb lokalisiert und abgebunden oder anderweitig verschlossen. Je nach Befund und operativer Planung kann auch ein Bereich des Gangs verschlossen werden, wenn sich die Leckstelle nicht eindeutig bestimmen lässt.
Der Zugang kann minimal-invasiv über kleine Schnitte mit Kamera und Instrumenten erfolgen, gegebenenfalls roboterassistiert. Ist dieses Vorgehen nicht geeignet oder nicht umsetzbar, kann eine offene Operation mit größerem Zugang zum Brustkorb erforderlich sein.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Funktion des Ductus thoracicus und die Entstehung eines Chylothorax. Er ordnet die Ligatur in die Behandlungsoptionen ein und behandelt die Voraussetzungen für einen operativen Eingriff sowie konservative und interventionelle Alternativen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere mögliche Bildgebung, die Erhebung medizinischer Vorinformationen und die anästhesiologische Planung. Zudem behandelt er Atemtraining sowie organisatorische und körperliche Vorbereitungsaspekte.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der chirurgischen Versorgung des Ductus thoracicus. Er beschreibt videoassistierte, robotisch assistierte und offene Zugangswege sowie die Ligatur des Lymphgangs und mögliche ergänzende Maßnahmen wie Pleurodese und Thoraxdrainage. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Erweiterung des Hautschnitts oder zusätzlicher Hautschnitt, Verletzung benachbarter Organe und Gewebe, Schädigung von Haut und Weichteilen, Nervenschädigung, Blutung und Nachblutung, Transfusionsbedingte Infektionsübertragung, Transfusionsreaktionen, Sauerstoffmangel, Überlastung des rechten Herzens, Abbruch der Operation, Rippenfraktur, Allergische Reaktion, Unverträglichkeit, Organschädigung infolge allergischer Reaktion.
Risiken nach der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Anhaltende Lymphleckage, Eingeschränkte Lungenentfaltung, Pleuraerguss in abgetrennten Hohlräumen, Immunschwäche, Infektionsanfälligkeit, Mangelernährung, Hämothorax, Verlegung der Drainage durch Blutgerinnsel, Hämatom, Interkostalnervenschädigung, Länger anhaltende Schmerzen, Taubheitsgefühl im Brustbereich, Stimmbandnervenschädigung, Heiserkeit, Zwerchfellnervenschädigung, Zwerchfellhochstand, Beeinträchtigte Atmung, Pneumonie, Weichteilemphysem, Entzündung, Wundheilungsstörung, Sepsis, Abszess, Verstärkte Narbenbildung, Narbenbedingte Bewegungseinschränkung, Taubheitsgefühl im Narbenbereich, Pleurale Hohlraumbildung, Pleuraempyem, Thrombose, Embolie, Schlaganfall, Lungenembolie, Nierenfunktionsstörung, Durchblutungsstörung, Schwellung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und den stationären Verlauf. Er behandelt Mobilisation, Drainagenmanagement, Schmerztherapie, Kontrollen und die Organisation der Entlassung.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert die Themen, die nach der Entlassung für den weiteren Genesungsverlauf relevant sind. Dazu gehören Belastbarkeit, Ernährung, therapeutische Maßnahmen, Wundversorgung und Nachkontrollen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.