Was ist Lobektomie?
Bei einer Lobektomie, auch Lungenlappenresektion oder Lungenlappenentfernung genannt, wird ein anatomisch abgegrenzter Lappen eines Lungenflügels operativ entfernt. Die übrigen Lungenabschnitte bleiben dabei erhalten. Rechts gliedert sich die Lunge in drei, links in zwei Lappen.
Der Eingriff kommt insbesondere bei umschriebenen Tumoren oder Metastasen sowie bei ausgewählten gutartigen, entzündlichen oder strukturellen Lungenerkrankungen infrage. Dazu zählen beispielsweise Veränderungen, die mit dauerhaft geschädigtem Lungengewebe oder krankhaft erweiterten Atemwegen einhergehen. Welches operative Vorgehen geeignet ist, richtet sich unter anderem nach Lage und Art des Befundes.
Die Lungenlappenentfernung kann als offene Operation über einen Zugang am Brustkorb oder minimalinvasiv mit Kamera und speziellen Instrumenten durchgeführt werden. Das entnommene Gewebe wird anschließend pathologisch untersucht. Bei einer Tumorerkrankung kann die Operation zudem die Beurteilung und gegebenenfalls Entfernung benachbarter Lymphknoten umfassen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Allgemeine Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet die Lobektomie anatomisch ein und erläutert ihre Einsatzgebiete bei unterschiedlichen Lungenveränderungen. Er behandelt ergänzende Maßnahmen wie die Entfernung von Lymphknoten und eine Schnellschnittuntersuchung sowie mögliche Behandlungsalternativen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere präoperative Untersuchungen, Anästhesieplanung und die Erfassung relevanter Vorbefunde. Weitere Themen sind die stationäre Aufnahme, die Medikamentenübersicht, die Gerinnungshemmung sowie Körper- und Hautvorbereitung.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Anästhesie, Atemwegssicherung und Entfernung des betroffenen Lungenlappens. Er stellt die offene Operation und die Schlüssellochmethode sowie ergänzende Maßnahmen wie Lymphknotenentfernung, Schnellschnittuntersuchung und Drainageneinlage dar. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Abbruch des Eingriffs, Erweiterung des Hautschnitts, zusätzlicher Hautschnitt, Umstieg auf eine offene Operation, Ausweitung des Resektionsumfangs, Verletzung benachbarter Strukturen, Folgeeingriff, bleibende Funktionseinschränkungen, Lagerungsschäden, thermische und chemische Haut- und Gewebeschäden, auffällige Narbenbildung, Gefäßschäden mit Gewebsnekrose, Rückenmarksarterienverletzung mit Querschnittslähmung, Blutungen, Transfusionsbedarf, transfusionsübertragbare Infektionen, Lungenödem und Lungenversagen, Nierenfunktionsverschlechterung, Immunreaktionen, Lymphgefäßverletzung und Lymphleck, Eingeweidenervschädigung, Stimmbandnervschädigung, Zwerchfellnervschädigung, Horner-Syndrom, Luftembolie, Herzstillstand, Schlaganfall, Lungenembolie, Rippenfraktur, allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, anaphylaktische Reaktionen und Kreislaufschock, Organschäden nach allergischen Reaktionen.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Weichteilemphysem, Luftfistel und anhaltender Luftaustritt, Lungenentzündung, Verschiebung benachbarter Organe, Wundinfektion, Sepsis, verstärkte Narbenbildung, Wundheilungsstörung, Wundentzündung, Narbenbruch, Herzrhythmusstörungen, Bluterguss, Abszess, Brustbein- und Knocheninfektion, Brustbein-Pseudarthrose, Brustkorbin stabilität, Beeinträchtigung der Lungenfunktion, Mediastinitis, Entzündung des Pleuraspalts, Pleuraempyem, Flüssigkeitsansammlung im Pleuraspalt, chronische narben- oder nervenbedingte Schmerzen, Thrombose, Embolie, Schlaganfall, dialysepflichtiges Nierenversagen, Lungenembolie, bleibende thromboembolische Schäden, materialbedingte anhaltende Schmerzen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Atemunterstützung nach dem Eingriff sowie Drainagen, Kontrollen und Entlassung. Er behandelt außerdem Schmerztherapie, Rehabilitation, Nachsorge, die Erholung der Lungenfunktion und weitere Aspekte des Verlaufs nach der Operation.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.