Was ist Thoraxwandresektion und -rekonstruktion?
Bei einer Thoraxwandresektion, auch Brustwandresektion genannt, wird erkranktes oder geschädigtes Gewebe der Brustwand operativ entfernt. Der Eingriff kommt unter anderem bei gutartigen oder bösartigen Veränderungen, entzündlichen Erkrankungen sowie Gewebeschäden nach einer Strahlentherapie infrage. Je nach Befund kann die Resektion auf die Brustwand begrenzt sein oder angrenzende Strukturen einbeziehen.
An die Entfernung schließt sich bei Bedarf eine Rekonstruktion an. Sie dient dazu, die Stabilität und Funktion der Brustwand wiederherzustellen und den entstandenen Defekt zu verschließen. Dafür können körpereigenes Gewebe, etwa Muskel- oder Hautgewebe, sowie künstliche Materialien eingesetzt werden. Welche Maßnahmen geeignet sind, richtet sich nach Lage und Ausdehnung des Defekts.
Der Zugang kann offen oder minimalinvasiv erfolgen. Die Wahl des Operationsverfahrens und des Wiederaufbaus hängt vom individuellen Befund und dem erforderlichen Umfang der Behandlung ab.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zur Thoraxwandresektion und -rekonstruktion
Der Aufklärungsbogen erläutert die möglichen Gründe für eine Thoraxwandresektion, das potenziell erforderliche Ausmaß der Gewebeentfernung und den anschließenden Wiederaufbau der Brustwand. Er behandelt auch die Bedeutung der Rekonstruktion für Stabilität und Funktion.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Erhebung der Rauch-, Medikamenten- und Allergieanamnese, die Berücksichtigung medizinischer Unterlagen sowie die präoperativen Untersuchungen.
Ablauf und begleitende Maßnahmen
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem minimalinvasiven und dem offenen Verfahren sowie den möglichen Maßnahmen zur Resektion und Rekonstruktion der Brustwand. Er behandelt außerdem Narkose, Überwachung und weitere begleitende Maßnahmen. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Eingriffsabbruch, Erweiterung oder zusätzlicher Hautschnitt, Konversion vom minimalinvasiven zum offenen Verfahren, Änderung oder Erweiterung des Eingriffs, Verletzung angrenzender Organe und Strukturen, Gefäßverletzung, Gewebe- und Organnekrose, Verletzung einer Rückenmarksarterie, Querschnittslähmung, Lymphgefäßverletzung und Chylothorax, Verletzung des Eingeweidenervs, Verletzung des Stimmbandnervs, Heiserkeit und Stimmstörung, Atem- und Schluckstörungen, Verletzung des Zwerchfellnervs, Zwerchfellparese oder -lähmung, Horner-Syndrom, Verletzung des Armnervengeflechts, Gefühlsstörungen und Funktionsausfälle des Arms, allergische Reaktionen und Anaphylaxie, Druckschäden, Haut- und Gewebeschäden durch Hitze, Strom oder Desinfektionsmittel, Blutung und Blutverlust, Komplikationen einer Bluttransfusion, Hirn- und Sehnervschäden sowie Erblindung, Luft- oder Flüssigkeitseintritt in den Brustraum, Luftembolie, Herzstillstand, Schlaganfall, Lungenembolie, Rippenfraktur, Knochenriss bei der Schraubenfixierung, Risiken und Nebenwirkungen pleurodesefördernder Medikamente, Tumorzellverschleppung und Metastasen.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: subkutanes Emphysem, anhaltende Schmerzen durch Narbengewebe oder Nervenreizung, Hämatom, Herzrhythmusstörungen, Wundheilungsstörung, Operationswundinfektion, Narbenbruch, Sepsis, Entzündung des Brustbeins, Pleuraempyem, Pleuraerguss, Pleuritis, Mediastinitis, Knocheninfektion, Knochenheilungsstörung und Pseudarthrose, Instabilität der Brustwand, eingeschränkte Lungenfunktion, Thromboembolie, Blutung und Nachblutung, Gerinnungsstörung, heparininduzierte Thrombozytopenie, hypertrophe Narben, Narbenkontraktur, Bewegungseinschränkung durch Narben, Taubheitsgefühl im Narbenbereich, pleurale Verwachsungen und abgekapselte Hohlräume, Lungenschädigung nach Entlastung des Pleuraspalts, erneute Eiteransammlung im Pleuraspalt, Verlagerung von Herz oder Speiseröhre, Luftfistel, Pneumonie, Kraftminderung an der Muskellappen-Entnahmestelle, Komplikationen durch Rekonstruktionsmaterial, Magen- und Darmgeschwüre, ausbleibender Behandlungserfolg, Wiederauftreten der Erkrankung, erneuter Eingriff.
Weiterer Verlauf und Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Betreuung, Schmerztherapie, Wundkontrollen und Nachsorge. Weitere Themen sind Rehabilitation, Heilungsverlauf, bildgebende Kontrollen und mögliche ergänzende onkologische oder psychoonkologische Unterstützung.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.