Was ist Ablation mittels RF, MW oder Kryo?
Die Ablation ist ein minimalinvasives Verfahren der interventionellen Radiologie. Über eine Sonde wird ein begrenztes Gewebeareal behandelt. Je nach Krankheitsbild dient die Methode dazu, Tumorgewebe oder Metastasen zu kontrollieren oder schmerzleitende Nervenfasern zu beeinflussen. Die Behandlung kommt unter anderem an Organen wie Leber, Lunge und Niere sowie an Knochen, Wirbelsäule und Weichteilen infrage.
Bei der Radiofrequenzablation (RF) erzeugt elektrischer Strom Wärme im Zielgebiet; bei der Mikrowellenablation (MW) entsteht die Wärme durch elektromagnetische Energie. Die Kryoablation nutzt dagegen starke Abkühlung und Einfrieren des Gewebes. Die Sonde wird üblicherweise unter bildgebender Kontrolle an die vorgesehene Stelle geführt. Welche Variante eingesetzt wird, richtet sich nach dem Behandlungsziel, der Lage des Zielgebiets und der individuellen klinischen Situation.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert Einsatzbereiche und Behandlungsziele der Ablation bei Tumoren, Metastasen und schmerzhaften Veränderungen. Er ordnet die Tumorbehandlung, die palliative Behandlung und die Schmerzbehandlung ein und stellt mögliche Alternativen wie Strahlentherapie und Operation vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die bildgebende Planung sowie die erforderlichen Untersuchungen. Weitere Themen sind Medikamente, Allergien und implantierte Stimulationsgeräte, die stationäre Aufnahme und die Vollnarkose. Auch Nüchternheit sowie Rauchen und Dampfen werden als Vorbereitungsthemen behandelt.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Radiofrequenzablation, Mikrowellenablation und Kryoablation. Er behandelt die bildgestützte Sondenplatzierung und beschreibt ergänzende Maßnahmen wie Hydrodissektion und eine mögliche Stabilisierung des Knochens mit Knochenzement. Auch Wundabdeckung und Vollnarkose sind Teil der Darstellung. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren und Maßnahmen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutung, Hämatom, Nachblutung, Wundheilungsstörung, transfusionsbedingte Infektion, Lungenödem, Nierenfunktionsstörung, Immunreaktion, thermische Schädigung gesunden Gewebes, Verbrennung, elektrische Gewebeschädigung, Gewebekontraktion und Flüssigkeitsverlust, Verletzung benachbarter Organe, Organperforation, Nerven- und Rückenmarkschädigung, Kälteschädigung gesunden Gewebes, pulmonale Blutung und Hämoptyse, Kälteausbreitung mit Schädigung benachbarter Strukturen, Pneumothorax, anhaltende pulmonale Luftleckage, Tumorzellverschleppung entlang des Stichkanals, Knochenzementaustritt, Zementembolie, Blutdruckveränderung, Hypoxämie, Fraktur angrenzender Wirbelkörper, Infektion, allergische und Unverträglichkeitsreaktion, Postablationssyndrom, Entzündung, Sepsis, Abszess, Thrombose, Lungenembolie, Strahlenexposition, strahlenbedingte Spätmalignität, Strahlenschädigung des ungeborenen Kindes.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff, die anschließende Mobilisierung und die vorgesehenen Kontrollen. Er behandelt außerdem Entlassung und Entlassungsgespräch sowie Themen rund um die vorübergehende Einschränkung der Reaktionsfähigkeit.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert die bildgebende Nachsorge sowie mögliche ergänzende Untersuchungen. Weitere Themen sind Hautpflege, Unterstützungsangebote nach einer Tumorerkrankung und die Rehabilitation. Zudem behandelt er die körperliche Aktivität und Belastungssteigerung nach Eingriffen an Knochen und Organen sowie Warnzeichen, die ärztlich abgeklärt werden müssen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.