Was ist Ausscheidungsurographie?
Die Ausscheidungsurographie, auch intravenöse Urografie oder Pyelografie genannt, ist ein Röntgenverfahren zur bildgebenden Beurteilung der Nieren und der ableitenden Harnwege. Nach Verabreichung eines jodhaltigen Kontrastmittels über eine Vene entstehen Röntgenaufnahmen, anhand derer sich die Harnorgane und der Verlauf der Kontrastausscheidung beurteilen lassen. Die Untersuchung kommt bei unterschiedlichen urologischen Fragestellungen zum Einsatz.
Zum üblichen Untersuchungsprotokoll gehören eine Aufnahme vor der Kontrastmittelgabe und weitere Bilder in zeitlichem Abstand. Dadurch werden die Nieren, Nierenbecken, Harnleiter und Harnblase in verschiedenen Phasen der Kontrassierung erfasst. Je nach klinischer Fragestellung können zusätzliche Spätaufnahmen oder andere Projektionen ergänzt werden. Die konkrete Durchführung wird an die diagnostische Fragestellung angepasst.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen der Ausscheidungsurographie
Der Aufklärungsbogen erläutert die Röntgendiagnostik der Nieren und ableitenden Harnwege sowie den Einsatz eines Kontrastmittels. Zudem ordnet er alternative bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Magnetresonanztomographie und Computertomographie ein.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere relevante Vorbefunde und Angaben zur Medikation, zu Allergien und Vorerkrankungen. Er behandelt außerdem die Kontrolle von Nieren- und Schilddrüsenwerten, Nüchternheit, Flüssigkeitsaufnahme sowie metallische Fremdkörper.
Ablauf der Ausscheidungsurographie
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem intravenösen Gefäßzugang, der Kontrastmittelgabe und den Röntgenaufnahmen vor und nach der Kontrastmittelgabe. Er beschreibt zudem unterschiedliche Lagerungsmöglichkeiten. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Untersuchungsschritte bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hämatom, Entzündung an der Einstichstelle, Thrombose, Embolie, Sepsis, Gewebeschädigung durch Extravasation, Allergische Reaktion, Unverträglichkeit, Atemnot, Krampfanfall, Tachykardie, Kreislaufschock, Organschädigung, Hirnschädigung, Sehstörung, Nervenschädigung, Lähmung, Nierenfunktionsstörung, Nierenversagen, Wärmegefühl, Verstärkter Harndrang, Metallischer Geschmack, Hyperthyreose, Verschlechterung einer Nierenfunktionsstörung, Akute Strahlenwirkung, Hautrötung, Schädigung des ungeborenen Kindes.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf mit Befundbesprechung und Befundbericht sowie der Aufbewahrung von Bilddaten und Untersuchungsparametern. Er behandelt außerdem mögliche Schritte im Anschluss an auffällige Befunde.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.