Was ist Digitale Subtraktionsangiographie?
Die digitale Subtraktionsangiographie (DSA) ist ein Röntgenverfahren zur Darstellung von Blutgefäßen. Dabei werden Aufnahmen vor und nach der Gabe eines Kontrastmittels digital miteinander verrechnet. So lassen sich Gefäßstrukturen gezielt abbilden, während überlagernde Gewebe und Knochen in den resultierenden Bildern weitgehend zurücktreten.
Die Untersuchung dient der diagnostischen Beurteilung von Gefäßen und kann Veränderungen wie Verengungen, Aussackungen oder Störungen der Durchblutung sichtbar machen. Sie kommt abhängig von der klinischen Fragestellung in unterschiedlichen Gefäßregionen zum Einsatz. Die DSA kann außerdem dazu beitragen, Befunde für die weitere Behandlungsplanung einzuordnen.
Grundsätzlich wird zwischen der Darstellung arterieller und venöser Gefäßabschnitte unterschieden. Neben der klassischen zweidimensionalen Bildgebung gibt es rotierende Aufnahmeverfahren, aus denen dreidimensionale Gefäßdarstellungen erstellt werden können. Welche Ausführung geeignet ist, richtet sich nach der untersuchten Region und der diagnostischen Fragestellung.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zur digitalen Subtraktionsangiographie
Der Aufklärungsbogen erläutert die Röntgendiagnostik und die Darstellung von Blutgefäßen mithilfe von Kontrastmittel und digitaler Bildverarbeitung. Er ordnet die Gefäßanatomie ein, beschreibt den diagnostischen Zweck der Untersuchung und stellt alternative bildgebende Verfahren wie Ultraschall, MRT und CT als Themen dar.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Bedeutung von Vorbefunden, Medikationsangaben, Allergien und Unverträglichkeiten sowie Nieren- und Schilddrüsenwerten. Weitere Themen sind Nüchternheit, Flüssigkeitszufuhr und metallische Fremdkörper oder Implantate.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Gefäßzugang, Katheterisierung und Kontrastmittelinjektion. Er behandelt den Zugang über die Leiste oder den Arm sowie die begleitende Überwachung, venöse Katheteranlage, Lagerung, Lokalanästhesie und Versorgung der Punktionsstelle. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Verfahrensschritte und Zugangswege bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hämatom, Gefäßverletzung (Ruptur, Aneurysma), Vasospasmus, Gefäßstenose, Nervenreizung, Thromboembolie, Gefäßverschluss, Durchblutungsstörung, Ödem, Myokardinfarkt, Schlaganfall, Lungenembolie, Haut- und Weichteilschädigung, Nervenschädigung, Sensibilitätsstörung, Lähmung, Schmerz, Narbenbildung, allergische Reaktion und Unverträglichkeit, Dyspnoe, Krampfanfall, Tachykardie, Kreislaufschock, Organschädigung, Hirnschädigung, Sehstörung, Nierenfunktionsstörung, Nierenversagen, Wärmegefühl, verstärkter Harndrang, metallischer Geschmack, Hyperthyreose, strahlenbedingte Hautreaktion, Strahlenrisiko für das ungeborene Kind.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Erholung im Anschluss an die Untersuchung sowie die Kontrolle der Einstichstelle. Weitere Themen sind Befundbericht, Besprechung der Ergebnisse, mögliche weitere Behandlungen und die Aufbewahrung der Untersuchungsunterlagen.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen rund um die Zeit nach der Entlassung, darunter Reaktionsfähigkeit, Verkehrsteilnahme, Wundversorgung und Kontrolluntersuchungen. Auch Warnzeichen, die ärztlich abgeklärt werden sollen, sind abgedeckt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.