Was ist Lungenszintigrafie?
Die Lungenszintigrafie ist ein nuklearmedizinisches Bildgebungsverfahren zur Beurteilung der Lungenfunktion. Dabei werden schwach radioaktiv markierte Substanzen eingesetzt. Eine spezielle Kamera erfasst deren Verteilung im Brustkorb und ermöglicht so eine regionale Darstellung bestimmter Lungenfunktionen.
Je nach Fragestellung steht die Perfusionsszintigrafie zur Untersuchung der Lungendurchblutung oder die Ventilationsszintigrafie zur Beurteilung der Belüftung im Vordergrund. Bei der Perfusionsuntersuchung gelangt der Tracer über die Blutbahn in die Lunge; bei der Ventilationsuntersuchung wird er eingeatmet. Beide Verfahren können einzeln oder in Kombination durchgeführt werden, um die Verteilung von Luft und Blut in den Lungenabschnitten zu erfassen.
Die Untersuchung kann unter anderem bei der Abklärung einer möglichen Lungenarterienembolie eingesetzt werden. Zudem kann sie vor einem geplanten Eingriff an der Lunge dazu beitragen, die regionale Funktionsleistung einzuschätzen. Die Ergebnisse werden im Zusammenhang mit der klinischen Fragestellung und weiteren Befunden beurteilt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert den Aufbau und die Funktion der Lunge sowie das Grundprinzip der Szintigrafie mit Tracern. Er stellt die Perfusions- und Ventilationsszintigrafie vor und ordnet die Untersuchung bei Verdacht auf eine Lungenarterienembolie sowie im Rahmen einer geplanten Lungenoperation ein. Auch alternative bildgebende Untersuchungsmöglichkeiten werden thematisiert.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für die Untersuchung, insbesondere den Umgang mit Voraufnahmen und Vorbefunden, vorangegangener Strahlenexposition und Kontrastmitteln. Weitere Themen sind Medikamenteneinnahme, Allergien und Unverträglichkeiten, Nüchternheit, Kleidung und metallische Gegenstände sowie Schwangerschaft und Stillzeit.
Ablauf der Untersuchung
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf der Untersuchung mit Schwerpunkt auf der Perfusions- und Ventilationsszintigrafie. Er beschreibt die Tracergabe über Inhalation und intravenöse Applikation sowie die Bildaufnahme mit einer Gamma-Kamera. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Untersuchungsschritte bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Nebenwirkungen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hämatom, Schmerzhafte Schwellung und Verhärtung, Hautschädigung, Weichteilschädigung, Nervenschädigung, Sensibilitätsstörung, Taubheitsgefühl, Lähmung, Schmerzen, Narbenbildung, Infektion, Abszess, Entzündung, Gewebeschädigung, Sepsis, Allergische Reaktion, Atemnot, Krampfanfall, Tachykardie, Kreislaufversagen, Organschädigung, Nierenversagen, Akute Strahlenwirkung, Hautrötung.
Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Nachsorge, darunter mögliche Beschwerden nach der Untersuchung, die Ausscheidung radioaktiver Substanzen und den Umgang mit Kontakten zu Schwangeren und Kindern. Außerdem wird die Bedeutung der Untersuchung für spätere nuklearmedizinische Untersuchungen oder Behandlungen aufgegriffen.
Auswertung
Der Aufklärungsbogen erläutert die Besprechung der Untersuchungsergebnisse, die Bilddokumentation und den Befundbericht. Auch die Aufbewahrung von Bilddaten und Befunden sowie die Möglichkeit weiterer Diagnostik werden thematisiert.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.