Was ist Nierenszintigraphie?
Die Nierenszintigraphie ist ein nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren zur Beurteilung von Nierengewebe und Nierenfunktion. Nach Gabe eines Radiopharmakons über eine Vene erfasst eine Gammakamera dessen Verteilung und zeitlichen Verlauf. So lassen sich funktionelle Informationen gewinnen, die andere bildgebende Verfahren ergänzen.
Je nach klinischer Fragestellung kommt eine statische oder dynamische Untersuchung zum Einsatz. Die statische Variante zeigt vor allem die Verteilung der Substanz im Nierengewebe und unterstützt die Einschätzung funktionstüchtiger Areale. Bei der dynamischen Form werden Aufnahme und Ausscheidung über einen Zeitraum verfolgt. Damit können die Funktion der einzelnen Nieren und der Harnabfluss beurteilt werden.
Einsatzgebiete sind unter anderem die Abklärung eines möglichen Abflusshindernisses sowie der seitengetrennten Nierenfunktion, etwa im Vorfeld eines Eingriffs oder nach Operation und Transplantation. Auch bei bestimmten Fragestellungen zu Nierengewebe, Durchblutung oder Bluthochdruck kann die Untersuchung zur Diagnostik beitragen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Aufgaben der Nieren und die diagnostischen Fragestellungen, die mit einer Nierenszintigraphie untersucht werden. Er stellt die statische und die dynamische Untersuchungsform sowie alternative bildgebende Verfahren vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für die Untersuchung, insbesondere relevante Voruntersuchungen, die Erhebung von Nierenfunktionswerten und Angaben zu Medikamenten. Weitere Themen sind Allergien, Kontrastmittel, Flüssigkeitszufuhr, metallische Gegenstände sowie Schwangerschaft und Stillzeit.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der statischen und dynamischen Nierenszintigraphie. Er beschreibt die intravenöse Tracergabe und die Bildgebung mit einer Gammakamera sowie mögliche Blutentnahmen im Rahmen der dynamischen Untersuchung. So kennen Patientinnen und Patienten die Untersuchungsformen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Nebenwirkungen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hämatom, schmerzhafte verhärtete Schwellung, Hautschädigung, Weichteilschädigung, Nervenschädigung, Sensibilitätsstörung, Taubheitsgefühl, Lähmung, Schmerzen, Narbenbildung, Infektion, Abszess, Entzündung, Sepsis, allergische Reaktion, Atemnot, Krämpfe, Tachykardie, Kreislaufversagen, Organschädigung, Nierenversagen, Hautrötung.
Nach der Untersuchung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen im Anschluss an die Untersuchung, darunter die Beobachtung möglicher Reaktionen, die Ausscheidung des Radiopharmakons und den Umgang mit späteren nuklearmedizinischen Untersuchungen oder Behandlungen.
Auswertung
Der Aufklärungsbogen erläutert die Auswertung der Aufnahmen und die Befundbesprechung. Er behandelt außerdem die Bilddokumentation, den Befundbericht und die Aufbewahrung der Untersuchungsdaten.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.