Was ist Schilddrüsenszintigrafie-Radiojodtest?
Die Schilddrüsenszintigrafie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Beurteilung von Lage, Gestalt und Aktivität des Schilddrüsengewebes. Nach Gabe eines Radiopharmakons erfasst eine spezielle Kamera dessen Verteilung im Organ. Die Untersuchung kann bei funktionellen Auffälligkeiten, vergrößerter Schilddrüse oder Knoten eingesetzt werden und zur diagnostischen Einschätzung von Veränderungen beitragen. Auch in der Tumornachsorge kann sie eine Rolle spielen.
Beim Radiojodtest wird die Aufnahme von Jod durch die Schilddrüse untersucht. Dazu erhält die untersuchte Person eine radioaktive Jodverbindung; Messungen zu festgelegten Zeitpunkten geben Aufschluss über die Jodaufnahme und -speicherung. Das Verfahren dient insbesondere dazu, die Funktion des Organs zu charakterisieren und eine mögliche Radiojodtherapie vorzubereiten. Szintigrafie und Radiojodtest liefern unterschiedliche, einander ergänzende Informationen und werden abhängig von der klinischen Fragestellung gewählt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Funktion von Schilddrüse und Nebenschilddrüsen sowie den Zusammenhang zwischen Jodversorgung und Schilddrüsenerkrankungen. Er ordnet Szintigrafie und Radiojodtest in die Diagnostik von Funktionsstörungen, Knoten und Tumoren sowie in die Planung einer Radiojodtherapie ein. Auch Aussageziele und alternative Untersuchungsmöglichkeiten werden beschrieben.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für die Untersuchung, insbesondere die Berücksichtigung von Vorbefunden, Voraufnahmen, vorausgegangener Strahlenexposition, Kontrastmitteln und Arzneimitteln. Weitere Themen sind jodhaltige Präparate, Allergien und Unverträglichkeiten, Nüchternheit, Kleidung und metallische Gegenstände sowie Schwangerschaft und Stillzeit.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf der Untersuchung mit Schwerpunkt auf Schilddrüsenszintigrafie und Radiojodtest. Er stellt die Verabreichung des Tracers beziehungsweise die orale Gabe von Radiojod sowie die anschließende Kamerabildgebung und Messung der Jodaufnahme dar. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Untersuchungsverfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Nebenwirkungen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Gewebeschädigung an Haut, Weichteilen oder Nerven, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühle, Lähmungen, Schmerzen, Narben, Hämatome, Schwellungen, Infektionen, Eiteransammlungen, Entzündungen, Sepsis, allergische Reaktionen, Atemnot, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufversagen, Organschäden, Nierenversagen, akute Strahlenwirkungen, Hautrötung.
Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert Aspekte der Nachsorge, darunter Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, die Ausscheidung radioaktiver Substanzen und den Umgang mit Beschwerden. Außerdem werden der Kontakt zu Schwangeren und Kindern sowie die Information über die Untersuchung bei späteren nuklearmedizinischen Maßnahmen thematisiert.
Auswertung der Aufnahmen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Besprechung und Dokumentation der Untersuchungsergebnisse. Er behandelt mögliche Konsequenzen auffälliger oder unauffälliger Befunde, einschließlich eines möglichen Therapiebedarfs oder weiterer Diagnostik, sowie die Aufbewahrung von Bilddaten, Untersuchungsparametern und Befunden.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.