Was ist Skelettszintigraphie__medudoc__generic?
Die Skelettszintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Bildgebungsverfahren zur Beurteilung der Aktivität des Knochenstoffwechsels. Dazu wird ein schwach radioaktiv markierter Stoff eingesetzt, der sich entsprechend der Stoffwechselaktivität im Skelett verteilt. Eine spezielle Kamera erfasst die ausgesandte Strahlung und macht Bereiche mit unterschiedlicher Anreicherung sichtbar.
Die Untersuchung kann zur Abklärung unklarer Beschwerden am Bewegungsapparat beitragen. Sie kommt unter anderem bei der Suche nach Knochenbeteiligungen im Rahmen einer Tumorerkrankung, bei vermuteten Knochenschäden, entzündlichen Veränderungen oder zur Beurteilung des Verlaufs von Knochenerkrankungen infrage. Die Ergebnisse werden im Zusammenhang mit der klinischen Fragestellung und weiteren Befunden bewertet.
Je nach Fragestellung werden Aufnahmen in einer oder mehreren Phasen angefertigt. Mehrphasige Untersuchungen erfassen Veränderungen zu verschiedenen Zeitpunkten und können dadurch zusätzliche Hinweise auf die Durchblutung sowie auf Vorgänge in knochennahen Weichteilen liefern. Ergänzend kann eine SPECT-Aufnahme räumliche Darstellungen des untersuchten Bereichs ermöglichen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Grundlagen der Skelettszintigraphie und ihre Bedeutung für die Beurteilung des Knochenstoffwechsels. Er ordnet Einphasen- und Mehrphasenverfahren ein und beschreibt mögliche Einsatzgebiete sowie weitere bildgebende Untersuchungsmöglichkeiten.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für die Untersuchung, insbesondere Vorbefunde und Voraufnahmen, vorangegangene Untersuchungen und Kontrastmittel, Medikamenteneinnahme sowie Allergien und Unverträglichkeiten. Weitere Themen sind Nüchternheit, metallische Gegenstände und Hilfsmittel sowie Schwangerschaft und Stillzeit.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf der Untersuchung mit Schwerpunkt auf der Tracerverabreichung und der Bildgebung mit der Gammakamera. Er stellt Einphasen- und Mehrphasen-Skelettszintigraphie sowie die ergänzende SPECT dar. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Untersuchungsformen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Nebenwirkungen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hämatome, schmerzhafte verhärtete Schwellungen, Schädigungen von Haut, Weichteilen oder Nerven, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühle, Lähmungen, Schmerzen, Narbenbildung, Infektionen, Eiteransammlungen, Entzündungen, Gewebeschädigungen, Sepsis, allergische Reaktionen, Atemnot, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufversagen, Organschäden, Hirnschäden, Nierenversagen, Strahlenbelastung, akute Strahlenwirkungen, Hautrötungen.
Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert die Nachsorge und behandelt die Beobachtung möglicher Beschwerden, die Ausscheidung der Tracersubstanz sowie Aspekte des Kontakts zu Schwangeren und Kindern. Auch die Mitteilung der Untersuchung bei späteren nuklearmedizinischen Untersuchungen oder Behandlungen wird angesprochen.
Auswertung
Der Aufklärungsbogen erläutert die Auswertung der Aufnahmen, die Befundbesprechung und die Bereitstellung der Bilddokumentation und des Befundberichts. Zudem behandelt er die Aufbewahrung der Untersuchungsdaten und mögliche weitere diagnostische Schritte.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.