Was ist Transarterielle Embolisation?
Die transarterielle Embolisation (TAE) ist ein minimalinvasives radiologisches Verfahren, bei dem der Blutfluss in ausgewählten Arterien gezielt vermindert oder unterbrochen wird. Dazu wird ein Katheter über das Gefäßsystem bis in das zu behandelnde Areal geführt. Die Positionierung erfolgt unter bildgebender Kontrolle; anschließend werden geeignete Embolisationsmittel eingebracht.
Das Verfahren kommt unter anderem infrage, um Blutungen zu kontrollieren oder krankhafte Gefäßverbindungen und Gefäßveränderungen zu behandeln. Bei Tumoren sowie bestimmten gutartigen Gewebevergrößerungen kann die verringerte Durchblutung das Behandlungsziel sein. In ausgewählten Fällen wird die Embolisation auch zur Linderung von Beschwerden eingesetzt.
Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach Erkrankung und Therapieziel. Neben einer Embolisation mit dem Ziel, die Blutversorgung zu reduzieren, gibt es Varianten, bei denen zusätzlich ein Arzneimittel oder radioaktive Partikel in das Zielgebiet eingebracht werden. Diese Verfahren werden unter anderem als Chemoembolisation beziehungsweise Radioembolisation bezeichnet.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen vermittelt Grundlagen zum Aufbau und zur Funktion der Blutgefäße und ordnet den kathetergestützten Gefäßverschluss als Behandlungsverfahren ein. Er benennt mögliche Anwendungsgebiete und stellt medikamentöse Behandlungsoptionen sowie die offene Operation als Alternativen dar.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere erforderliche Unterlagen und Vorbefunde, die Erfassung von Medikamenten und Unverträglichkeiten sowie Labor- und Bildgebungsuntersuchungen. Weitere Themen sind der ambulante oder stationäre Rahmen, mögliche Anästhesieverfahren, Nüchternheit und organisatorische Aspekte der Vorbereitung.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem arteriellen Zugang, der Katheterführung und der bildgebenden Kontrolle. Er beschreibt die Verwendung verschiedener Embolisationsmaterialien sowie die medikamentöse Tumorembolisation und Radioembolisation. Zudem werden Lokalanästhesie, Dämmerschlaf und Allgemeinanästhesie sowie begleitende Maßnahmen wie Überwachung und venöser Zugang erläutert. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Allgemeine Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutungen, Hämatome, Gefäßverletzungen, Verletzungen benachbarter Organe, Transfusionsübertragbare Infektionen, Wundheilungsstörungen, Wundinfektionen, Sepsis, Thrombosen, Thromboembolien, Durchblutungsstörungen, Ödeme, Myokardinfarkt, Schlaganfall, Lungenembolie, Allergische Reaktionen, Unverträglichkeiten, Atemnot, Krampfanfälle, Tachykardie, Kreislaufschock, Vorübergehende oder bleibende Organschäden, Hirnschäden, Sehstörungen, Nervenschäden, Lähmungen, Nierenfunktionsstörungen und Nierenversagen, Kontrastmittelinduzierte Hyperthyreose, Verschlechterung der Nierenfunktion durch Kontrastmittel, Strahlenbedingte Schädigung des ungeborenen Kindes.
Spezifische Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Gefäßrisse, Aneurysmen, Vasospasmen, Gefäßstenosen, Nervenreizungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Fieber, Erbrechen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Schädigung gesunder Organe durch nichtzielgerichtete Partikelembolisation, Entzündungen gesunder Organe, Ulzerationen gesunder Organe, Pneumonitis durch radioaktive Partikel, Magen-Darm-Ulzera, Strahleninduzierte Lebererkrankung, Ikterus, Aszites, Migration oder Dislokation von Spiralen und Gefäßverschlusssystemen, Unvollständiger Gefäßverschluss, Erforderliche erneute Intervention, Verklebung der Katheterspitze, Gefäßwandverletzung bei Kleberanwendung, Nichtzielgerichtete Kleberembolie, Verschluss gesunder Gefäße.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Erholung nach dem Eingriff sowie mögliche Aspekte der weiteren stationären Betreuung. Er behandelt außerdem die Entlassungsunterlagen, die Arbeitsunfähigkeit und die ärztliche Nachsorge.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen für die Zeit nach der Entlassung, darunter Reaktionsfähigkeit, Wundversorgung und Körperpflege. Zudem behandelt er Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung relevant ist, einschließlich leberbezogener Hinweise.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.