Was ist Varikozele?
Eine Varikozele bezeichnet krankhaft erweiterte Venen im Hodensack. Sie kann ohne Beschwerden bestehen oder sich unter anderem durch ein Schweregefühl beziehungsweise Schmerzen bemerkbar machen. Da die venöse Veränderung die Bedingungen für die Spermienbildung beeinflussen kann, wird sie auch bei eingeschränkter Spermienqualität oder unerfülltem Kinderwunsch medizinisch beurteilt.
Eine Behandlung kommt insbesondere dann infrage, wenn Beschwerden bestehen oder ein Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit vermutet wird. Ziel ist, den Blutfluss aus dem betroffenen Venengeflecht umzuleiten. Welche Vorgehensweise geeignet ist, hängt von der individuellen Situation und dem Befund ab.
Für die Varikozelenoperation gibt es unterschiedliche Verfahren. Bei einem operativen Zugang werden die betroffenen Venen beispielsweise über einen Schnitt in der Leistenregion oder mithilfe einer Bauchspiegelung verschlossen. Eine weitere Möglichkeit ist die interventionelle Verödung, bei der ein Gefäßverschluss über einen Katheter herbeigeführt wird. Die Verfahren unterscheiden sich vor allem darin, wie die erkrankten Venen erreicht und behandelt werden.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen der Varikozele
Der Aufklärungsbogen erläutert die Funktion des Venengeflechts im Hodensack und ordnet die Varikozele sowie mögliche Beschwerden ein. Er behandelt außerdem den Zusammenhang mit Spermienqualität und Fruchtbarkeit, die verfügbaren Behandlungsoptionen und das Behandlungsziel.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Voruntersuchungen, Kinderwunsch und Kryokonservierung sowie den ambulanten oder stationären Rahmen. Weitere Themen sind Betäubung und Narkose, Nüchternheit, die Vorbereitung des Operationsgebiets, Medikamente, persönliche Gegenstände und relevante Gesundheitsinformationen.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf laparoskopischer Venenligatur, offener inguinaler oder skrotaler Venenligatur und röntgengestützter Sklerosierung. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Umwandlung in eine offene Operation, Leistenbruch, Nervenverletzung, Blutgefäßverletzung, Lymphgefäßverletzung, Druckschädigung, Gewebeschädigung durch Strom, Hitze oder Injektion, Allergische Reaktion und Unverträglichkeit, Atemnot, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufschock, Hirnschädigung, Sehstörung, Nervenschädigung mit Lähmung, Nierenfunktionsstörung und Nierenversagen, Hodenverletzung, Nebenhodenverletzung, Samenleiterverletzung, Unfruchtbarkeit, Darmverletzung, Blasenverletzung, Harnleiterverletzung, Hautverletzung, Blutung, Größerer Blutverlust, Bluttransfusion, Infektionsübertragung durch Transfusion, Lungenödem, Lungenversagen, Immunreaktion, Kontrastmittelbedingte Einschränkung der Nierenfunktion, Metforminassoziierte Übersäuerung, Kontrastmittelbedingte Schilddrüsenüberfunktion, Geblähter Bauch, Luftansammlung im Hodensack.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hodenschmerzen, Schwellung im Operationsbereich, Durchblutungsstörung des Hodens, Hodenatrophie, Wundinfektion, Narbenbruch, Narbenbildung, Verstärkte Narbenbildung, Taubheitsgefühl im Narbenbereich, Hodenentzündung, Nebenhodenentzündung, Unfruchtbarkeit, Entfernung des Hodens, Entfernung des Nebenhodens, Flüssigkeitsansammlung im Hodensack, Erneute Varikozele, Blutgerinnsel, Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel, Durchblutungsstörung, Schlaganfall, Dialysepflichtiges Nierenversagen, Lungenembolie, Bleibende Schäden durch eine Lungenembolie.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Betreuung nach dem Eingriff sowie Entlassung oder stationäre Weiterbehandlung. Er behandelt außerdem Schmerzmittel, Entlassungsunterlagen, Arbeitsunfähigkeit, Nahtmaterial, Wundheilung und Nachkontrollen sowie den möglichen zeitlichen Verlauf des Behandlungsergebnisses.
Wichtige Verhaltenshinweise
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen zum Verhalten nach dem Eingriff, darunter Verkehrstüchtigkeit, Betreuung, körperliche Belastung, Körperpflege und Wundversorgung. Auch Warnzeichen und die Kontaktaufnahme mit der weiterbehandelnden Stelle werden behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.