Studie · Orthopädie
Ein Aufklärungsvideo verbessert das Verständnis vor der Hüft-TEP
In einer randomisierten kontrollierten Studie der Orthopädie der Universität Würzburg erhielten Patient:innen vor einer Hüfttotalendoprothese zusätzlich zur Standardaufklärung ein Aufklärungsvideo. Sie beantworteten danach deutlich mehr Wissensfragen richtig – Selbsteinschätzung und Befinden blieben unverändert.
Auf einen Blick
Die Ergebnisse in Zahlen
- richtige Antworten mit Video (ohne Video 78,6 %, p = 0,014)
- 86,5 %
- Aufklärungsvideo, ein bis drei Tage vor der Aufnahme per Link
- 18 Min.
- randomisierte kontrollierte Studie
- Level I
- ausgewertete Patient:innen (20 mit, 17 ohne Video)
- 37
Studiendesign
Standardaufklärung mit und ohne Video
Alle Patient:innen erhielten die reguläre Aufklärung am Aufnahmetag mit standardisiertem Aufklärungsbogen und ärztlichem Gespräch. Die Interventionsgruppe sah zusätzlich vorab ein Aufklärungsvideo. Die Zuteilung erfolgte zufällig.
- 1Video vorab
- 2Aufklärung am Aufnahmetag
- 3Fragebögen
Ergebnisse
Was die Studie gemessen hat
Mehr richtige Antworten mit Video
Patient:innen mit Video beantworteten 86,5 % der Wissensfragen richtig, ohne Video 78,6 % (p = 0,014). Signifikant waren die Unterschiede bei den Behandlungsalternativen (p = 0,009) und den Risiken des Eingriffs (p = 0,016) – Inhalten, die für eine wirksame Einwilligung besonders wichtig sind.
Das Wissen steigt, nicht nur das Gefühl, informiert zu sein
Wie gut sie sich informiert fühlten, schätzten beide Gruppen nahezu gleich ein (p = 0,986). Auch Angst, Zufriedenheit mit der Aufklärung und Vorbereitung auf den Eingriff unterschieden sich nicht (p = 0,333). Das Video verbesserte also das tatsächliche Verständnis – ohne zusätzliche Verunsicherung.
Einordnung
Was die Studie zeigt – und was nicht
Das zeigt die Studie
Grenzen der Studie
Publikation
An informational video for informed consent improves patient comprehension before total hip replacement – a randomized controlled trial
Transparenz
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