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Beiträge zum Thema Anästhesie
- Fachbeiträge & Ratgeber
Frailty und präoperative Anämie: Warum die Prämedikationsambulanz früher ansetzen sollte
Aktuelle S3-Leitlinien zu Frailty und präoperativer Anämie lenken den Blick auf die individuelle Vorbereitung vor einer Operation. Für Prämedikationsambulanzen stellt sich damit eine konkrete Frage: Liegen relevante Angaben und Befunde rechtzeitig vor, um notwendige Schritte noch vor dem Eingriff zu organisieren?
· 7 Min. Lesezeit - Fachbeiträge & Ratgeber
Validierte Risikoscores in der Prämedikation: RCRI, Duke Activity Status Index, Apfel-Score
In der Prämedikation kommen mehrere validierte Scores zum Einsatz, um Risiken vor einem Eingriff einzuschätzen: der Revised Cardiac Risk Index (RCRI) für kardiale Komplikationen, der Duke Activity Status Index (DASI) für die körperliche Belastbarkeit und der Apfel-Score für das Risiko postoperativer Übelkeit und Erbrechens (PONV). Alle drei Scores haben gemeinsam, dass ihre Aussagekraft von der Vollständigkeit der zugrunde liegenden Anamnesedaten abhängt.
· 5 Min. Lesezeit - Fachbeiträge & Ratgeber
Warum die Anamnese der blinde Fleck in der Digitalisierung des OP-Prozesses ist
In vielen Kliniken sind Aufklärung und Einwilligung bereits digital, die Anamnese läuft aber weiter auf Papier. Gerade in der Prä-Anästhesieambulanz führt das zu Rückfragen, Medienbrüchen und Verzögerungen im OP-Plan; zudem fehlt die Grundlage für eine individualisierte Aufklärung. Ein durchgängiger präklinischer Prozess beginnt deshalb mit einer strukturierten digitalen Anamnese zu Hause, deren Daten in KIS und Aufklärung weiterfließen.
· 7 Min. Lesezeit - Fachbeiträge & Ratgeber
Medikamenten- und Kreuzallergie-Prüfung in der digitalen Anamnese
„Penicillinallergie“ ist eine der häufigsten Angaben in der präoperativen Anamnese – und eine der am wenigsten präzisen. Ohne genauere Angaben zu Reaktionstyp, Zeitverlauf und betroffenem Organsystem lässt sich weder beurteilen, ob wirklich eine Allergie vorliegt, noch ob bestimmte Alternativpräparate infrage kommen. Eine strukturierte digitale Allergieanamnese kann genau die Angaben gezielt abfragen, die eine belastbare Einordnung erst möglich machen.
· 5 Min. Lesezeit - Fachbeiträge & Ratgeber
Ein Video statt zwei Termine – kombinierte vs. getrennte Aufklärung Anästhesie/Chirurgie
Wenn ein Eingriff sowohl eine chirurgische als auch eine anästhesiologische Aufklärung erfordert, stellt sich für Kliniken eine organisatorische Frage: Werden beide Aufklärungen in einem gemeinsamen Termin bzw. Video zusammengefasst, oder bleiben sie zwei getrennte Prozesse mit jeweils eigener Unterschrift? Beide Modelle haben in der Praxis Bestand, und beide lassen sich fachlich begründen – die Entscheidung ist keine rein technische, sondern betrifft die Verantwortungsverteilung zwischen den Fachgebieten.
· 5 Min. Lesezeit - Fachbeiträge & Ratgeber
Was kostet eine präanästhesiologische Aufklärung wirklich? Eine gesundheitsökonomische Kalkulation.
Aus Krankenhausperspektive kostet eine präanästhesiologische Aufklärung rund 60 bis 85 € Vollkosten, mit einer Bandbreite von 30 bis 140 € je nach Klinik und Fall. Rechnet man die Zeit der Patient:innen mit, liegen die gesellschaftlichen Gesamtkosten bei 130 bis 180 € pro Fall. Eine systematische, veröffentlichte Kalkulation dieser Kosten gibt es im deutschsprachigen Raum bislang nicht – die folgende Modellrechnung schließt diese Lücke auf Basis aktueller Literatur.
· 10 Min. Lesezeit - Recht & Regulatorik
Telemedizinische Aufklärung: Rechtslage für ASA-I/II-Patient:innen in DE & AT
In Deutschland und Österreich wird die vollständig telemedizinische Aufklärung von Patient:innen der Risikoklassen ASA I und ASA II vor einfach gelagerten elektiven Eingriffen nach überwiegender Auffassung als zulässig angesehen, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Erforderlich ist ein echtes ärztliches Gespräch in Echtzeit — per Video oder fernmündlich — mit Rückfragemöglichkeit, dem Einverständnis der Patient:in, rechtzeitiger Durchführung und beweissicherer Dokumentation. Ein Aufklärungsvideo oder ein Aufklärungsbogen allein ersetzt dieses Gespräch nicht. Was sich ändert, ist nicht die Pflicht zum Gespräch, sondern dessen Modalität. Eine höchstrichterliche Entscheidung speziell zur videogestützten Aufklärung steht in beiden Ländern noch aus — die Rechtslage ist insoweit nicht abschließend geklärt.
· 19 Min. Lesezeit - Fachbeiträge & Ratgeber
Mallampati-Klassifikation und digitale Anamnese: Warum die Atemwegsbeurteilung in der Klinik bleibt
Die Mallampati-Klassifikation ist eine visuelle Untersuchung des Mundraums, die eine geschulte Person direkt am sitzenden Patienten durchführt — sie lässt sich nicht über einen digitalen Fragebogen erheben. medudoc unterstützt die Atemwegsbeurteilung deshalb dort, wo intelligente digitale Anamnese ihre Stärke hat: bei der strukturierten Erfassung der Vorgeschichte und bei der frühzeitigen, individuellen Aufklärung über Anästhesieverfahren und Alternativen. Die körperliche Atemwegsuntersuchung selbst — inklusive Mallampati-Klassifikation — erfolgt weiterhin persönlich durch die ärztliche Person bei der Aufnahme.
· 8 Min. Lesezeit - Aktuelles
Digitale Prä-Anästhesie: Warum 2026 zum Wendepunkt für präoperative Workflows wird
Präoperative Prozesse scheitern selten an fehlenden Werkzeugen, sondern daran, dass bestehende Abläufe nur digital abgebildet statt neu gedacht werden. Zur DMEA 2026 hat medudoc eine neue Plattformgeneration vorgestellt, die digitale Anamnese, Befunderfassung, individualisierte videoassistierte Aufklärung und elektronische Einwilligung in einem durchgängigen Workflow verbindet. So wird die Prä-Anästhesie-Ambulanz vom Engpass zur planbaren Einheit.
· 6 Min. Lesezeit